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Konzert

16.11.2019

Ein unbekanntes Juwel der Kirchenmusik

Die Musiker spielten in Nördlingen „Stabat Mater“ von Luigi Boccherini.
Foto: Klaus Ortler

In Nördlingen wird „Stabat Mater“ von Luigi Boccherini aufgeführt

Luigi Boccherinis „Stabat Mater“, ein selten gespieltes Werk des Rokoko, war der Schwerpunkt eines Konzerts in der Nördlinger St. Salvatorkirche. Das Werk verdient dank seiner klanglichen Gestaltung durchaus einen Platz im Repertoire der Kirchenmusik. Gespielt wurde in Nördlingen in der Besetzung für Sopran, Streichensemble und B.c.

Das „Stabat Mater“, eine alte lateinische Dichtung, die textlich das Leiden Mariens unter dem Kreuz thematisiert, wird von Boccherini in ernster und ergreifender Klanglichkeit umgesetzt. Rita Ortler hatte als Sopranistin die schöne und anspruchsvolle Aufgabe, die elf Teile des Werkes (entsprechend den Strophen des Textes) zu interpretieren. Dabei bewies sie sowohl in den kantablen Sätzen, als auch in den schnellen und virtuosen Abschnitten Einfühlungsvermögen und stimmliche Sicherheit.

Begleitet wurde die Sängerin von Annika Körner und Gerhard Martin an den Violinen, sowie Fritz Wüst an der Viola und Petra Hanke mit dem Cello. Unterstützt wurde das Streichquartett von Klaus Ortler an der Truhenorgel. Die Instrumentalisten gaben den durchaus komplex auskomponierten Streichersatz gekonnt und präzise wieder, sodass er in der guten Akustik der Salvatorkirche sehr wohlklingend zur Geltung kam.

Besonders erwähnt sei hier die Leistung der Cellistin. Boccherini, selbst hervorragender Cellist, hatte offensichtlich seine Freude daran, dem Cello wirklich knifflige Passagen in die Noten hineinzuschreiben. Nachdem das Werk sich mit Schmerz und Tod auseinandergesetzt hat, bleibt es nicht dabei stehen, sondern endet mit einem österlich hoffnungsvollen Amen. Die Zuhörer zeigten sich sehr angetan von dieser musikalischen „Rarität“ und dankten mit kräftigem Applaus. (pm)

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