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Dorferneuerung

30.06.2017

Ein weiteres Rieser Dorf soll schöner werden

Die Ehinger Dorfmitte mit der Gemeindekanzlei (Mitte links). Auch hier könnten einmal Erneuerungsmaßnahmen erfolgen.
Bild: Benninger

Viele Bürger zeigen in Ehingen ihr Interesse an der geplanten Maßnahme. Jetzt soll sie beim Amt für ländliche Entwicklung eingereicht werden. Vor 2020 wird allerdings nicht mit Baumaßnahmen gerechnet

Idyllisch liegt Ehingen mit seiner Simultankirche am nördlichen Riesrand. In den kommenden Jahren soll der 550-Einwohner-Ort noch schöner werden, denn auch dort ist eine Dorferneuerung vorgesehen. Nach dem Ortsteil Belzheim, indem diese bereits 2002 bis 2009 durchgeführt wurde, würde der Hauptort allerdings frühestens ab 2020 eine Verschönerung erfahren, wie man jetzt erfuhr.

Dabei stehen nicht nur die Sanierung von Straßen und Wegen im Fokus, wie jetzt Baurätin Julia Geiger vom Amt für ländliche Entwicklung aus Krumbach im gut besuchten Gasthaus Fuchs erläuterte, sondern vor allem auch soziale Maßnahmen. Bereits 2009 habe man sich für eine Dorferneuerung angemeldet, verkündete zunächst Bürgermeister Erhard Michel, in diesem Jahr hab dann eine ALE-Abordnung das Dorf besucht. Geiger habe dann auch schon im Gemeinderat eventuelle Vorhaben angesprochen, nun wurden erstmals auch alle Bürger angesprochen. Von diesen waren dann auch viele erschienen, worüber sich Bürgermeister und Baurätin besonders freuten. Nach einem einstündigen Grundlagenvortrag über Dorferneuerungen im Allgemeinen, beantwortete Geiger dann eine halbe Stunde auch noch zahlreiche individuelle Fragen.

„Es ist wichtig, dass sich die Bürger an der Meinungsbildung beteiligen, denn nur zusammen können wir eine Dorferneuerung durchführen“, war sich dann auch Bürgermeister Michel bewusst. Doch zunächst stellte Julia Geiger das Gelingen etlicher Dorferneuerungen im Landkreis anhand von einigen Fotobeispielen vor. Bei diesen, wie auch der geplanten in Ehingen, gehe es nicht nur darum, im öffentlichen wie privaten Bereich, bauliche Verschönerungen herbeizuführen, sondern das Dorf auch nachhaltig zu stärken und ländliche Raume auch für die Landwirtschaft zu sichern, so Geiger. Wie man Lebens- und Wohnverhältnisse auf dem Lande verbessern könnte, habe sich Ehingen mit Nachbargemeinden auch bereits in der Integrierten ländlichen Entwicklung Gedanken gemacht. Jetzt gelte es zunächst, Ziele und Konzepte festzulegen, dazu gehören unter anderem Themen wie Wohnen, Ökonomie oder Umwelt. Diese sollten bedarfsgerecht zum individuellen Charakter des jeweiligen Dorfes passen. Neben baulichen und sozialen Maßnahmen, sollten beispielsweise auch Bodenentsiegelungen und neue Grünordnungen nicht außer acht gelassen werden.

In Ehingen speziell könnte beispielsweise die einstige Staatsstraße durch den Ort verschmälert und saniert oder die Ortsmitte mit mehr Grün aufgewertet werden, sagte auch Bürgermeister Michel. Derzeit könne man mit einer staatlichen Förderung von gut 60 Prozent für öffentliche Maßnahmen, sowie 20 Prozent bei privaten rechnen. Bei diesen seien allerdings Gebäude mit 20000 und Außenanlagen mit 6000 Euro gedeckelt.

In einer ein- bis zweijährigen Vorbereitungsphase gelte es nach der Einleitung der Erneuerung Arbeitskreise zu bilden und mit einem Planungsbüro Leitbilder zu erarbeiten, sowie Vorstandsmitglieder für eine Teilnehmergemeinschaft zu wählen. Nicht vor 2020 werden allerdings erste Bagger ins Dorf rollen, so Baurätin Geiger auf eine weitere Anfrage.

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