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Nördlingen

14.09.2018

Eine neue Brücke zum Sportpark

Im nächsten Jahr soll eine neue Brücke die alte aus Holz über der Oskar-Mayer-Straße in Nördlingen ersetzen.
Bild: Ronald Hummel

Die alte Holzbrücke am Sportpark in Nördlingen ist teils angefault. Es gibt noch weitere Standorte, an denen man tätig werden muss.

Nach der Brückenkatastrophe von Genua ist wohl jedermann sensibilisiert für den Zustand der Brücken in seiner Region. So gab Michael Bauhammer vom Nördlinger Stadtbauamt vor dem Bau-, Verwaltungs- und Umweltausschuss des Stadtrates einen Bericht über den Zustand der Brücken im Stadtgebiet. Die Bauwerke werden alle sechs Jahre in Zusammenarbeit mit der Landesgewerbeanstalt (LGA) untersucht; für Holzbrücken gelten strengeren Vorschriften mit einer jährlichen Sonderprüfung.

Von den 85 Brücken mit einer Spannweite von mehr als zwei Metern sind 86 Prozent in einem sehr guten bis guten Zustand; beim Rest sind eine Sanierung beziehungsweise ein Neubau in den nächsten Jahren erforderlich. Eine davon war der Anlass für den Gesamtbericht, nämlich die Geh- und Radwegbrücke über die Oskar-Mayer-Straße in den Nördlinger Sportpark.

Die Holzkonstruktion aus dem Jahr 1980 ist sehr marode, zum Teil angefault und bereits von Ameisen bewohnt. Für den Kraftfahrverkehr ist die Brücke mittlerweile gesperrt, doch das betrifft nur Sitzrasenmäher und Schneepflug, die im Sportpark zum Einsatz kommen. Eine Schreinerei beseitigte im Auftrag der Stadt die größten Mängel, um momentane Sicherheit zu gewähren; im nächsten Jahr soll an ihrer Stelle eine neue Brücke gebaut werden. CSU-Fraktionsvorsitzender Jörg Schwarzer stellte fest, dass 37 Jahre nicht gerade eine lange Lebensdauer für eine Brücke seien und ob die Neukonstruktion wieder aus Holz bestehen solle. „Eher nicht“, antwortete Oberbürgermeister Hermann Faul; die genaue Bauweise müsse aber noch beraten werden.

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Wolfgang Goschenhofer (Grüne) erkundigte sich, was mit den anderen beiden Holzbrücken am und im Rieser Sportpark sei. Diese seien in einem etwas besseren Zustand als die über die Krankenhausstraße, erklärte Michael Bauhammer, werden aber in den nächsten Jahren ebenfalls erneuert. Die Kosten pro Brücke betragen rund 600000 Euro plus den Aufwand für die optische Erscheinung. Generell werden jährlich 80000 Euro in die laufende Erhaltung der Nördlinger Brücken investiert; dazu ist jährlich die umfassende Sanierung mindestens eines Brückenbauwerks in den Haushalt eingestellt.

So wird heuer die Brücke an der Schwallmühle saniert, im kommenden Jahr die Egerbrücke zwischen Nähermemmingen und Holheim, die „Höhnbrücke“ über die Bahngleise beim Bahnhof sowie die Brücke am Reimlinger Tor. Zu letzterer erklärte Oberbürgermeister Faul auf Nachfrage, es sei geplant, den Fußgänger- und Fahrradverkehr während der gesamten Bauphase unbehelligt zu lassen.

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