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Wechingen

21.06.2014

Enorm gestiegener Vermögenshaushalt

Heuer sollen allein über 800000 Euro ins neue Baugebiet fließen

Der neue Gemeinderat Wechingen verabschiedete einstimmig den diesjährigen Haushalt in Höhe von 3,268 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2013 ist der Verwaltungshaushalt mit 1,783 Millionen um 3,1 Prozent gestiegen, der Vermögenshaushalt liegt dagegen mit 1,485 eine gute halbe Million höher als der des Vorjahres.

Wegen größerer Investitionen und steigender Ausgaben, vor allem bei der Kreisumlage, ist in diesem Jahr, ähnlich wie bei vergleichbaren Rieser Gemeinden, auch in Wechingen die Entnahme von Rücklagen nötig, so Bürgermeister Klaus Schmidt. Zudem muss sich Wechingen heuer mit 110000 Euro neu verschulden. Damit beträgt zum Jahresende die Schuldenlast rund 360000 Euro. Die Höchstverschuldung der Gemeinde lag 1998 allerdings bei umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro.

Bei der Einkommensteuerbeteiligung wird eine Steigerung von 495000 auf 550 000 Euro erwartet. Damit ist diese mit 31 Prozent der größte Einnahmeposten des Wechinger Verwaltungshaushaltes.

Enorm gestiegener Vermögenshaushalt

Dessen größte Ausgabe mit 27 Prozent Anteil am Volumen ist die Kreisumlage, die von 390000 (2012) um über 100000 Euro ansteigen wird. An Schlüsselzuweisungen rechnet man nach 350000 Euro (2013) diesmal nur mit 290000 Euro. Aufgrund der gestiegenen Umlagekraft der Gemeinde im Jahr 2012, die Grundlage für die Berechnungen der Zuweisungen und der Kreisumlage für 2014 war, ist dieser Rückgang in Höhe von 60000 Euro zu erwarten, so der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ries, Moritz Gerstner.

Dieser Einnahmeausfall könne zwar noch durch höhere Einnahmen bei der Gewerbe- und der Einkommensteuer wettgemacht werden; die höhere Kreisumlage dagegen trotz Streichungen im Haushaltsplan nicht kompensiert werden. Somit ergibt sich lediglich eine Zuführungsrate von 197000 Euro an den Vermögensetat. Die Tilgungsleistungen liegen bei nur 42000 Euro, sodass die Mindestzuführung erreicht werden konnte.

Nachdem die Wechinger Abwassergebühr nicht kostendeckend war, wurde sie zum 1. Januar 2014 um 0,10 auf zwei Euro pro Kubikmeter erhöht. Im Bereich Winterdienst wurde der Planansatz gegenüber dem Vorjahr aufgrund der milden Witterung deutlich reduziert.

Im Zuge des neu geplanten Wechinger Baugebietes werde ein Teil der bestehenden Entwässerungseinrichtungen mit verwendet und nur saniert, so Bürgermeister Schmidt.

Das Fessenheimer Feuerwehrfahrzeug kostet 78 000 Euro, wozu es einen Regierungszuschuss in Höhe von 19500 und 8000 Euro von der dortigen Feuerwehr gibt.

Der Abschluss der Jahresrechnung 2013 hatte einen Sollüberschuss in Höhe von 492228 Euro ergeben, die der Rücklage zugeführt wurden. Diese betrug zum 31. Dezember 2013 912247 Euro. Durch den heuer hohen Investitionsbedarf wird sie komplett aufgebraucht. Die geplante Zuführungsrate für den Vermögenshaushalt in Höhe von 241184 Euro hatte sich 2013 auf 431059 erhöht.

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