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Corona-Pandemie verschlechtert weltweite Ernährungslage

05.06.2009

Entscheid erzwungen

Dinkelsbühl (db/vc) - Die Initiative Pro Dinkelsbühl (IPD) hat jetzt 2641 Unterschriften an Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer (CSU) übergeben. Damit fordert die IPD einen Bürgerentscheid darüber, ob die zunächst im Stadtrat abgelehnte Ortsumfahrung Ost kommen soll. Es wären lediglich 820 Unterschriften nötig gewesen.Seit Jahrzehnten steht die Straße in Dinkelsbühl im Raum, wurde jedoch nie gebaut. Nun soll am 27. September, zusammen mit der Bundestagswahl, der Bürgerentscheid organisiert werden. Es müssen mindestens 20 Prozent der Wahlberechtigten abstimmen und die Mehrheit für die Umgehung sein.

Ringen um die Trassenführung

Um die Trassenführung war lange gerungen worden. Schließlich wurden beim zuständigen Bauamt in Ansbach drei Varianten eingereicht. Dort stellte sich dann heraus, dass nur die Ost-Variante durchführbar und sinnvoll sei.

Diese Osttrasse führt jedoch an Wasserschutz- und Naherholungsgebieten vorbei. Schnell gab es in Dinkelsbühl eine breite Gegenbewegung, die das Naherholungsgebiet Mutschach retten will. Sowohl OB Dr. Christoph Hammer als auch die IPD betonen aber, dass diese Sorge unberechtigt sei. Die Trasse tangiere die Mutschach nicht und auch das Wasserschutzgebiet bleibe unberührt. Einen Monat hatte die IPD Zeit, die Liste zu erstellen. Bereits nach dem ersten Sammelwochenende waren weit über 900 Unterschriften zusammen. Für Hammer ist dies ein deutliches Signal, dass die Bürgerschaft die Umgehung will. "Daher verstehe ich den Ratsbeschluss nicht. Es dürfte ein einmaliger Vorgang sein, dass sich ein Gemeinderat derart gegen den Willen seiner Bürger stellt", sagte Hammer. Nun darf ein Jahr lang nicht im Rat über die Frage abgestimmt werden. Einzig der Volksentscheid hat es nun in der Hand.

Doch die IPD und der OB sind zuversichtlich. "Schließlich wollen wir nicht den selben Fehler machen wie vor 25 Jahren." Schon damals war die Umgehung gescheitert. Der Streit um die Ostumgehung war wieder aufgeflammt, seit Mautflüchtlinge den ohnehin starken Schwerlastverkehr im Bereich Dinkelsbühl zusätzlich belasten. Daraufhin ließ die Stadt die B 25 für Lkws sperren. Das wiederum hat Unternehmer aus dem Landkreis Donau-Ries auf den Plan gerufen, die den Dinkelsbühlern vorwerfen, seit Jahrzehnten eine Umgehung zu "verschlafen".

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