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Ausbildung

26.11.2018

Er studiert im Ries

Tim Binder studiert seit 2016 am Hochschulzentrum Donau Ries.
Bild: Emma Udaly

Plus Tim Binder absolviert den Studiengang „System Engineering“ in Nördlingen. Er arbeitet bei Valeo.

Seit 2016 bietet das Hochschulzentrum Donau-Ries in Nördlingen den Studiengang „System Engineering“ an. Tim Binder ist bereits seit dem allerersten Semester dabei. Der Wemdinger hat, nachdem er die Mittelschule abgeschlossen hat, seinen Realschulabschluss nachgeholt. Anschließend machte er bei Valeo eine Ausbildung zum Industriemechaniker.

Mit 22 Jahren hat er sich dann noch entschieden, seinen Meister zu machen. Noch bevor er diesen beendet hatte, war Tim Binder klar: Ich will studieren. Zunächst interessierte er sich für Maschinenbau – doch ein Studium dieses Faches wäre in nur Vollzeit möglich gewesen. Und: Er hätte kündigen und umziehen müssen. Doch dann sah er bei seinem Arbeitgeber einen Infostand. Dort wurde für den Studiengang „System Engineering“ geworben. Zwei Plätze stellte die Partnerfirma des Hochschulzentrums zur Verfügung. Da wollte Tim Binder mehr wissen: „Eigentlich war das dann eine ziemlich schnelle Entscheidung. Im Februar habe ich die Ergebnisse der Meisterprüfung bekommen, und im Oktober habe ich dann angefangen zu studieren.“ Für ihn sei dabei vor allem die Regionalität von Vorteil gewesen. Um den Platz zu bekommen, musste er sich bei seinem eigenen Arbeitgeber noch einmal bewerben. Zudem standen Gespräche mit dem Hochschulzentrum an.

Angesprochen hat Tim Binder vor allem die Aktualität des Studiengangs. Schon vor der Meisterprüfung ist ihm aufgefallen: Die Digitalisierung kommt immer mehr – und an ihr kommt man auch nicht vorbei. Tim Binders Studiums ist in drei Arbeitstage in der Firma und zwei Tage am Hochschulzentrum aufgeteilt. Das gefällt dem Wemdinger: „Durch die drei Tage in der Firma geht dort auch nichts an einem vorbei und man bleibt immer auf dem neusten Stand.“

Momentan ist er im fünften von insgesamt neun Semestern. „Das Grundstudium ist damit erledigt. Jetzt geht es an das Vertiefungsstudium“, erklärt er. In jedem Semester arbeiten die Studenten in einer Gruppe an einem Projekt, das anschließend in einer Präsentation vorgestellt wird. Aussuchen dürfen sie sich das Projekt normalerweise nicht. Nur einmal war es anders: „Da durften wir komplett selbst entscheiden, was wir machen wollen“, erzählt Tim Binder und lacht. „Das Ergebnis war dann ein ferngesteuertes Auto.“ Bei manchen Projekten arbeiten die Studenten mit Firmen zusammen. Dieses Jahr haben sie Kunbus als Partner. Dabei programmieren sie eine Wintergartensteuerung. Die solle dann beispielsweise die Temperatur regulieren. Für die Präsentation fahren die Studenten zu Kunbus. Das mache mehr Spaß, als es nur den Professoren in Nördlingen vorzustellen, sagt Tim Binder.

Ihm gefällt das Studium. Zwar könne es schon mal schwer und stressig werden, aber es sei durchaus machbar. Am leichtesten sei ihm natürlich das Mechaniksemester gefallen, dank seiner Ausbildung. Zur Zeit arbeitet Tim Binder bei Valeo im IT-Bereich und hat auch vor, dort zu bleiben. Valeo habe ihm auch versichert, dass es nach dem Studium einen Job für ihn gebe.

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