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Erneuerbare Energien
31.01.2019

Ein Windpark in Forheim?

Nicht nur ein Windrad, sondern drei könnten auf der Gemarkung Forheim gebaut werden. Laut dem fürstlichen Haus Oettingen-Wallerstein befindet sich das Projekt in einer frühen Planungsphase.
Foto: Ulrich Wagner

Plus Auf einer Bürgerversammlung kündigt Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele Widerstand an. Was ihn stört und wie viele Anlagen gebaut werden könnten.

Die Stadt Neresheim will verhindern, dass im Ries auf der Gemarkung Forheim drei Windräder gebaut werden. Das hat Bürgermeister Thomas Häfele in einer Einwohnerversammlung in Schweindorf mitgeteilt. Neresheim behält sich eine Klage ausdrücklich vor. Betroffen vom geplanten Windpark an der Landesgrenze wäre auch der Teilort Kösingen. Aus Neresheimer Sicht wird mit zweierlei Maß gemessen. Die Windräder könnten rund zwei Kilometer von der Wohnbebauung Forheims entfernt entstehen. In Bayern gilt die Maßgabe, dass dieser Abstand das Zehnfache der geplanten Höhe des Windrades betragen muss. Die drei geplanten Anlagen sollen jeweils 240 Meter hoch sein. In Baden-Württemberg aber ist lediglich ein Abstand von 750 Metern zur Wohnbebauung vorgeschrieben. Die Windräder wären jeweils einen Kilometer von Schweindorf und Kösingen entfernt. Der Vorgabe wäre damit also Genüge getan. Bürgermeister Häfele argumentiert: „Die Windräder sollen auf bayerischem Gebiet stehen, also müssen auch bayerische Vorschriften gelten.“ Allerdings wäre dann der Standort hinfällig, machte Bauamtsleiterin Isabelle Mugele deutlich. Das Ries sowie ein Gebiet von fünf Kilometern Breite um den Kraterrand sind Ausschlussfläche für Windenergie. Da Windräder im Freistaat aber nur genehmigt werden, wenn ihr Abstand zur nächsten Wohnsiedlung das Zehnfache ihrer Höhe beträgt, bleiben damit nicht mehr viele mögliche Plätze im dicht besiedelten Bayern übrig.

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