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26.09.2019

Erste Synode mit neuen Mitgliedern

Kirche In Oettingen geht es um Neuerungen und um die Zusammenarbeit zwischen den evangelisch-lutherischen Gemeinden. Weitere Wahl steht an

Oettingen Die Herbstsynode des evangelisch-lutherischen Dekanats Oettingen stand im Zeichen von Neuerungen. So ist es die erste Synode der neuen Wahldekade, 13 der 14 Mitglieder des neuen Dekanatsausschusses stellten sich kurz vor. Als Grundlage vor allem für die neuen Delegierten gab Christa Müller einen Überblick über die Struktur der Evangelischen Landeskirche Bayern: Basis sind die 1537 evangelischen Kirchengemeinden, die nächsten Ebenen sind die Dekanatsbezirke und sechs Kirchenkreise mit jeweils einem Regionalbischof, aktuell ist dies in unserem Kreis Augsburg Axel Piper.

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Die oberste Ebene der Landeskirche wird geleitet von Landesbischof, Landeskirchenrat, Landessynodalausschuss und Landessynode. Letztere ist unter anderem für Gesetzgebung und Haushalt zuständig, Dekan Armin Diener bezeichnete sie als „Kirchenparlament“. Er wies auf die bevorstehende Landessynodal-Wahl hin, für die Kandidaten aus dem Kreis von drei Dekanen, zwei Pfarrern und vier Laien zur Verfügung stehen. Die zwei Kandidaten Johannes Ziegelmeir aus Nördlingen und Christa Müller aus Wechingen stellten sich persönlich kurz vor.

Dekan Diener berichtete begeistert über die neue Dimension der Zusammenarbeit mit den Dekanatsbezirken Nördlingen und Donauwörth. Schon seit mehr als 20 Jahren verständige man sich über die Dekanatsgrenzen hinweg, der immer stärker intensivierte Prozess führte schließlich zu einer Kooperationssynode mit Delegierten aus allen drei Dekanaten und eigenem Dekanatsausschuss (wir berichteten).

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Im Vorsitz wechseln sich die drei Dekane jährlich ab; derzeit hat ihn der Nördlinger Dekan Gerhard Wolfermann inne. Diener freute sich, dass alle Mitglieder den Eindruck teilten, die zunehmend enge Zusammenarbeit werde immer effektiver, wobei aber die historisch gewachsenen Strukturen vor Ort bewahrt blieben. Eines der großen Themen sei generell der Umgang mit der Landesstellenplanung und deren Umsetzung vor Ort, was bis Ende 2023 vollzogen werden soll. „Es wurde gemeinsam schon viel erarbeitet und es wuchs viel Vertrauen“, so Diener. „Wir denken alle als evangelische Kirche Donau-Ries.“ Er führte konkrete Beispiele an, bei der eine Riesgemeinde die Präparanden einer Nachbargemeinde mit vakanter Pfarrstelle übernahm, sich das Oettinger Konfi-Camp für alle Konfirmanden öffnete oder Urlaubsvertretungen nun großräumiger organisiert werden. Im November soll die gemeinsame Arbeit weitergeführt werden.

Nicht auf die Menschen warten

Als weiteres gelungenes Zusammenwirken über Dekanatsgrenzen hinweg führte Diener den gemeinsamen Pfarrkonvent auf Schloss Hirschberg bei Beilngries im Juli an. Generell gelte es im übergeordneten PuK (Profil und Konzentration)-Prozess, in Zeiten von Frieden und Wohlstand, wo der Ruf nach Gott kaum von selbst laut werde, als Kirche nicht auf die Menschen zu warten, sondern auf diese zuzugehen. Er wies auf ein erfolgreiches Beispiel hin: Als der Gottesdienst vom Oettinger Ökumenekreis vom 3. Oktober auf die publikumsreiche Eröffnung des Oettinger Weihnachtsmarktes verlegt wurde, quoll die Kirche plötzlich über. Konzentration bedeute konkret, auch Dinge wegzulassen, die keine Menschen mehr anziehen. Diener resümierte verschiedene Veranstaltungen und wies unter anderem auf ein neues Angebot im Dekanat hin, einen Gesprächskreis für Trauernde. Christa Müller, Gisela Münderlein und Karl-Heinz Meyer priesen in einem Sketch die Kirchenvorsteher-Freizeit an, die vom 7. bis 9. Februar in Bad Schussenried stattfinden wird. Auch dort stehe der bereichernde Austausch an erster Stelle.

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