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Kunst

02.12.2017

Es sprießt in neuen Farben

Wolfgang Mussgnug vor einem seiner Gemälde im fortentwickelten Stil.
Bild: Ronald Hummel

Wolfgang Mussgnug lässt Besucher am Wochenende in sein Atelier blicken

Wenn Wolfgang Muss-gnug zu Beginn der Adventszeit in sein offenes Atelier einlädt, bedeutet das gleichermaßen Tradition und Schaubild der steten künstlerischen Weiterentwicklung.

Heuer sind seine neuen Impulse besonders deutlich wahrnehmbar, da die neuen Werke in Sichtweite der altbekannten ausgestellt sind und teilweise den direkten Vergleich erlauben. So erkennt man auf einem riesigen Format, dass die bislang verteilten, eher einzeln für sich stehenden Elemente zu einer Gruppe verschmelzen, die Bandbreite zwischen feiner Detailausprägung und grober Skizzierung größer ist und ungewohnte Farben wie leuchtendes Lindgrün oder Pink aufblitzen.

An einer Wand mit 16 Gemälden kommt die neue Farbpalette noch mehr zur Geltung, auch das Spektrum der Formelemente erweiterte der Künstler, wohingegen Vertrautes wie die stilisierten Schriftzüge erhalten bleibt. An anderer Stelle ist eine Veränderung in anderer Richtung, hin zu reduzierten Formen zugunsten noch weiter hervorgehobener frischer Farben zu erkennen. Wieder ganz anders wirken anthrazitfarbene Schiefertafeln als Malgrund, auf dem die Ölfarbe dick aufgetragen wurde – hier lebt die Wirkung vom Hell-Dunkel-Kontrast, dem Kampf der Bildelemente gegen das Dunkel, das alles zu verschlingen droht.

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Im Frühjahr ist eine Ausstellung in der Alten Schranne geplant

Auch bei seiner Glaskunst präsentiert er Neuerungen ohne Bruch des Vertrauten: Die Farben der in klares Glas eingegossenen Glaskörper sind zarter geworden bis hin zur Transparenz, hier und da wirken auch die inneren Figuren etwas verspielter; eine erinnert an eine längliche Schneckenmuschel. Bei den Formen gibt es nur eine Neuerung, einen weit in die Breite und nach oben gezogenen Bogen.

Die fast schon traditionelle Serie „Metropolen“, in der er jeweils sieben Werken den Charakter von Großstädten einhaucht, die er bereist hat, fehlt diesmal aus gutem Grund: Im nächsten Frühjahr präsentiert der Künstler zu seinem 60. Geburtstag eine Ausstellung in der Alten Schranne, bei der ausschließlich die „Metropolen“ gezeigt werden.

In diesem Jahr konzentrierten sich bereits fünf Ausstellungen allein im Herbst – in Donauwörth, München, der Domgalerie in Merseburg, dem Glasmuseum Immenhausen und in Barcelona. Jetzt freut er sich auf das Zusammensein mit Freunden und anderen Kunstinteressierten im Atelier in der Oskar-Mayer-Straße 17. Es ist am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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