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Oettingen

12.01.2021

Falscher Bankmitarbeiter betrügt 57-Jährige in Oettingen

Eine 57-Jährige ist Opfer eines Betrugs geworden.
Bild: Jens Kalaene/dpa (Symbolbild)

Plus Eine Frau aus dem Raum Oettingen wird Opfer von Onlinebanking-Betrug. Wie hoch der Schaden ist und was die Polizei in solchen Fällen rät.

Eine 57-Jährige aus dem Raum Oettingen ist am Freitag Opfer eines Bankbetrugs geworden. Wie die Polizei berichtet, wurde die Frau von einer männlichen Person angerufen, die sich als Mitarbeiter einer Bankfiliale ausgab. Da die Telefonnummer der Hausbank der 57-Jährigen auf dem Display angezeigt wurde, wog sie sich in Sicherheit und folgte den Anweisungen des Mannes. Dieser gab laut den Ermittlern vor, dass ein Unbefugter auf ihr Onlinebankingkonto zugegriffen habe und er nun eine TAN brauche, um die Buchung rückgängig zu machen.

Der unbekannte Täter brachte die 57-Jährige dazu, eine neu generierte TAN herauszugeben. Nach dem Telefonat kontaktierte sie die Hotline der betreffenden Bank und musste feststellen, dass 2000 Euro widerrechtlich von ihrem Konto abgebucht worden waren.

Betrüger verwendete die Methode des "Spoofing"

Laut der Nördlinger Polizei wendeten der oder die Täter für ihren Betrug die Methode des „Spoofing“, englisch für Manipulation, Verschleierung oder Täuschung, an. Der Begriff bezeichnet in der Informationstechnik verschiedene Täuschungsmethoden in Computernetzwerken zur Verschleierung der eigenen Identität. Auch Telefonnummern können so falsch angezeigt werden.

Die Polizei in Nördlingen warnt vor dieser Betrugsmasche. In einer Mitteilung heißt es: „Wenn Sie sich unsicher bei solchen Anrufen sind, notieren Sie sich einen Namen und eine Rückrufnummer und kontaktieren notfalls ihrer Hausbank persönlich, bevor Sie sensible Daten weitergeben.“

Die Ermittlungen zum Online-Banking-Betrug dauern an

Die betroffene Online-Bank ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse. Daniela Werm, Mitglied des Sparkassen-Vorstandsstabs, sagt auf Nachfrage unserer Redaktion: „Bei neuen Betrugsmethoden geben wir immer Warnhinweise an unsere Kunden heraus.“ Zusätzlich würden die Mitarbeiter sensibilisiert und in Zeiten ohne Corona gebe es Informationsabende zum Thema Betrugsschutz.

Im Falle der 57-Jährigen aus Oettingen dauern die Ermittlungen derweil weiter an. (pm/daho)


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