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20.04.2019

Festakt für den „Bachweg“

Die Vertreter des Amtes und Verbandes für Ländliche Entwicklung mit der Teilnehmergemeinschaft, der Baufirma und Gemeinde Auhausen unter Führung von Bürgermeister Martin Weiß.
Bild: Kaußler

Entwicklung Zwischen Lochenbach und Dornstadt wurde die landwirtschaftliche Verbindungsstraße freigegeben. Was das Besondere daran ist

Auhausen Mit einem Festakt im Gemeindeteil Lochenbach ist der landwirtschaftliche Kernweg „Bachweg“ zwischen Lochenbach und Dornstadt für den Verkehr freigegeben worden. Diese Flurneuordnungsmaßnahme innerhalb der Gemeinde Auhausen beinhaltet gleich mehrere Besonderheiten, wie der Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Stefan Faber, zu berichten wußte: Dort war es erstmalig möglich, durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Mittelfranken zur Erneuerung eines landwirtschaftlichen Kernwegenetzes in ein eigenes vereinfachtes Flurneuordnungsverfahren anzuordnen. Dies bezeichnete Faber als „Projekt mit Pilotcharakter“. Ein „grenzübergreifender Umstand“, der der Umsetzung des Wegekonzeptes in den ländlich geprägten Kommunen der Region Fränkisches Seenland-Hahnenkamm – einem anerkannten Gebiet der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) – zu verdanken ist. Zu dieser Region gehört auch die Gemeinde Auhausen.

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Die Einleitung des Projektes war aber erst dadurch möglich geworden, dass bereits im Vorfeld ein „Ländliches Kernwegenetzkonzept“ erarbeitet worden war. Auch ist dabei der Tatsache des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft mit veränderten Anforderungen an das ländliche Wegenetz Rechnung getragen worden: Während einerseits die landwirtschaftlichen Maschinen immer schwerer und schneller werden, drängen andererseits Freizeit-Nutzer sowie der regionale Ausweichverkehr auf die Wirtschaftswege.

Mit einem ausdrücklichen Dank an die Gemeinde Auhausen, die sämtliche nicht zuschussfähigen Kosten und den erforderlichen Grunderwerb getragen hat, erklärte Faber die Maßnahme für beendet und hat seine „Freude auf weitere gemeinsame Projekte“ ausgesprochen. Auhausens Bürgermeister Martin Weiß hielt noch einmal Rückschau auf „den sprichwörtlichen Weg bis zur Fertigstellung“, wonach ursprünglich der Wunsch der Gemeinde zur Durchführung eines Flurneuordnungsverfahrens stand und letztendlich von der Initiative der Bayerischen Staatsregierung „Ländliche Kernwege zur Verbesserung der Agrarinfrastruktur in ILE-Gebieten“ profitierten durfte. Nach der Verfahrensanordnung 2017 ist mit der Umsetzung der Wegebaumaßnahme im Sommer 2018 begonnen worden; zeitgleich ist als landschaftspflegerische Maßnahme eine Blühwiese angelegt worden.

Als weitere Besonderheit des Auhausener Bachweges wurde ein Vorprojekt zur Einbindung der Grundeigentümer erstellt, das Bodenordnungsverfahren von der BBV-LandSiedlung GmbH bekleidet und von allen Beteiligten entscheidend vorbereitet. Das Verfahrensgebiet beidseitig des Weges umfasst rund 64 Hektar Fläche. Für die baulichen und landschaftspflegerischen Maßnahmen sind bei einer Zuschusshöhe von 83 Prozent Fördermittel in Höhe von rund 700 000 Euro geflossen. Von Seiten der Gemeinde Auhausen sprach Bürgermeister Weiß allen Grundeigentümern, dem ALE, den Planern, den Handwerkern sowie insbesondere Wegbaumeister Gerhard Schürer, örtlich Beauftragten Matthias Geiger, deren Stellvertretern Rudi Brunnacker und Willi Geiger sowie Karin Reulein samt allen Feldgeschworenen großen Dank und Respekt aus: „Alleine hätten wir das nie geschafft.“ (rk)

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