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27.07.2010

Firmen sollen sich als Bildungspartner verstehen

Nördlingen/Donauwörth Der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries wird sich an den Kosten für das Regionalmanagement im Landkreis Donau-Ries beteiligen. Diesen Beschluss fasste der Vorstand des Vereins bei seiner jüngsten Sitzung. Weitere Themen waren die Breitbandstudie und Hochschule Dual.

Der Vorstand diskutierte intensiv über letzteres Thema. Aktuell gibt es in Bayern 19 Hochschulen, die entweder sogenannte Verbundstudiengänge (Studium und Lehre) bzw. Studiengänge mit vertiefter Praxis (Studium plus intensive Praxis) anbieten. Einig waren sich alle Anwesenden, dass das bayerische Modell durchaus begrüßenswert sei, dieses aber von noch mehr Firmen in Anspruch genommen werden müsste, die ihrerseits entsprechende Ausbildungsplätze anbieten sollten.

Appell an die Unternehmer

Auf Vorschlag von Landrat Rößle wurde folgender Beschluss gefasst: "Der Wirtschaftsförderverband ermutigt die Unternehmen im Landkreis Donau-Ries und die bayerischen Hochschulen, sich als Bildungspartner zu verstehen und fordert, das Angebot an Verbundstudiengängen systematisch und bedarfsgerecht auszubauen, um positive Effekte einer Berufsakademieausbildung mit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung auf Fachhochschulniveau zu verbinden."

Firmen sollen sich als Bildungspartner verstehen

Der Appell des Vorstandes erhält durch die neueste Entwicklung an der Hochschule Augsburg besondere Bedeutung: Ab dem Sommersemester 2011 will diese ihr Studienangebot durch einen neuen, berufsbegleitenden Bachelorstudiengang "Wirtschaftsingenieur" erweitern. Die Ausbildungsdauer zum Bachelor of Engineering, in dem sich die Studierenden in den Vertiefungsrichtungen "Produktionsmechatronik", "Faserverbundtechnologie" und "Technisches Marketing und Vertrieb" spezialisieren können, beträgt acht Teilzeit-Semester.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries, Stefan Rößle, sowie sein Stellvertreter, Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul, erklärten, dass sie sich zusammen mit Prof. Markus Glück darum bemühen, Teile dieser neuen Hochschulausbildungen an das TCW nach Nördlingen zu bekommen. Gesucht werden nun weitere Kooperationspartner aus der Wirtschaft, die bereit sind, den praktischen beruflichen Ausbildungsteil zu übernehmen.

Beteiligung am Regionalmanagement

Das neue Regionalmanagement im Landkreis Donau-Ries startet zum 1. August, dann wird Regionalmanager Klemens Heininger seine Tätigkeit beginnen. Für die kommenden drei Jahre erhält der Landkreis vom Bayerischen Wirtschaftsministerium eine Förderung der Personal- und Sachkosten in Höhe von 50 Prozent. Die restlichen Kosten teilen sich Landkreis und Wirtschaftsförderverband. Der Vorstand stimmte damit einem Antrag des Landkreises zu und wird für die drei Jahre insgesamt 66 250 Euro für Personalkosten und Öffentlichkeitsarbeit bereitstellen. Außerdem stellte der Vorstand in Aussicht, sich an einzelnen Projekten des Regionalmanagements zu beteiligen.

Heute Zwischenbericht zur Breitbandstudie

Noch in diesem Jahr werden die Ergebnisse der derzeit laufenden Breitbandstudie im Landkreis Donau-Ries vorgestellt. Wie Geschäftsführer Veit Meggle im Vorstand berichtete, werden derzeit die Fragebögen ausgewertet. Eine erste Zwischenpräsentation wird es am heutigen Mittwoch geben.

Unabhängig von der Studie wurde die unbefriedigende Fördermittelsituation angesprochen. Eine maximale Förderung von 100 000 Euro sei bei Weitem nicht ausreichend, wenn in Gemeinden mit vielen Ortsteilen in die Breitbandinfrastruktur investiert werden müsse. (RN)

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