Newsticker

München überschreitet Corona-Grenzwert
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Fograscher sieht finanzielle Zuwächse für Ärzte

20.03.2009

Fograscher sieht finanzielle Zuwächse für Ärzte

Oettingen (pm) - Kürzlich hatte die KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung) Oettingen zur Diskussion über das Gesundheitssystem und die aktuellen Entwicklungen eingeladen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Fograscher stellte die Eckpunkte der Gesundheitsreform der letzten Jahre dar und beantwortete im Anschluss die Fragen der Anwesenden.

Mit der Gesundheitsreform der Großen Koalition werde es erstmals in Deutschland einen einheitlichen Beitragssatz geben, der von allen Krankenkassen gleichermaßen erhoben werde. Dies führe zu einem Wettbewerb der Krankenkassen, die nun nach Qualität und Leistung und nicht mehr nach Beitragssätzen in Konkurrenz stünden. Die Versicherten könnten sich jetzt über die Leistungen der Kassen informieren und diejenige wählen, die ihren Bedürfnissen am meisten entspreche. Der Beitragssatz sei dabei nicht mehr entscheidend.

Die einheitlichen Versicherungsbeträge dürften zwar von den Krankenkassen um maximal ein Prozent des Bruttoeinkommens des Versicherten erhöht werden, jedoch bestehe dann die Möglichkeit des Krankenkassenwechsels durch den Versicherten. Dieses Sonderkündigungsrecht erhöhe weiter den Wettbewerbsdruck auf die Krankenkassen, die mit den Beiträgen haushalten müssten. Bisher hätten alle Krankenkassen angekündigt, von der Sondererhöhung keinen Gebrauch zu machen.

Im Fokus der Diskussion stand auch die aktuelle Debatte um die Honorarreform, vor allem der Protest der Fachärzte in Bayern. Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums von 2007 würden belegen, dass die Ärzte im Freistaat im Vergleich zum Bundesdurchschnitt deutlich überproportionale Umsätze hätten, sagte Fograscher. Auch bei den erzielten Vergütungen je Fall lägen die bayerischen Ärzte an der Spitze der Vertragsärzte in Deutschland.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

"Die Vergütungsreform bringt für Bayern in 2009 im Vergleich zu 2007 ein Honorarzuwachs von 6,3 Prozent bzw. 235,62 Millionen Euro."

Bei der Honorarverteilung sei den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) inzwischen mehr Spielraum eingeräumt worden. Die KVen hätten nun die Chance, auf die Auswirkungen des neuen Honorarsystems für die niedergelassenen Ärzte flexibler zu reagieren. "Damit ist ein stärkerer solidarischer Ausgleich zwischen den Gewinnern und Verlierern der Honorarreform möglich", sagte Fograscher.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren