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Finanzen

16.02.2017

Forheimer müssen weniger Abgaben zahlen

Die Sanierung des Gemeinde- und Rathauses in Forheim schlägt sich auch im diesjährigen Haushalt nieder.

Die Gemeinde verzichtet auf mögliche Einnahmen zum Wohle der Anwohner. Was sonst geplant ist.

Wenn Gemeinden oder Städte ihren neuen Haushalt beschließen, gibt es für Bürger oft wenig Grund zur Freude. Mal wird die Gewerbesteuer erhöht, dann vielleicht die Kindergartenbeiträge, oder die Anwohner müssen gar den teuren Ausbau einer Straße mitfinanzieren. In Forheim läuft es etwas anders.

Denn hier müssen die Bürger im kommenden Jahr sogar weniger Abgaben an die Gemeinde bezahlen. Die in den vergangenen Jahren erneuerte Abwasserversorgung und zugehörige Kanalanlagen seien bereits abgeschrieben, auf die Verwaltung komme in naher Zukunft im Normalfall keine größere Investition mehr zu, hieß es bei der Präsentation des Haushalts durch VG-Kämmerer Simon Gerstner. Schulden habe die Gemeinde ohnehin keine. Auch 2017 steht hinter dem Posten Kreditaufnahme eine Null. Dagegen verfügt Forheim laut Planung zum Jahresende immer noch über eine Rücklage in Höhe von rund 170000 Euro. Dabei muss die Gemeinde auch in diesem Jahr noch einige der Rechnungen für die Sanierung des Gemeinde- und Rathauses am Kirchplatz begleichen. Die Arbeiten am Gebäude, das vergangenes Jahr fertiggestellt wurde, haben insgesamt fast 2,7 Millionen Euro gekostet. So große Investitionen soll es in diesem Jahr nicht geben, sagt Bürgermeister Werner Thum. Neben dem Rathaus sollen nun noch ein Parkplatz für den Gemeindesaal und ein Spielplatz entstehen. Rund 80000 Euro veranschlagt Kämmerer Gerstner dafür. Auch einen Ausbau der Straße „Am Keller“ in Aufhausen haben die Gemeinderäte ins Auge gefasst. Auch hier sollen sich die Kosten im Rahmen von 80000 Euro bewegen. Auf der Ausgabenseite hinzu kommen noch Posten für den geplanten Grunderwerb seitens der Gemeinde und die Sanierung der Kirche hinzu.

Weil sonst keine großen Investitionen anstehen, beschlossen die Gemeinderäte einstimmig, den Bürgern etwas zurückzugeben. Nämlich in Form einer Senkung der Abwassergebühren. Statt 2,20 Euro sind seit Jahresbeginn nur noch 1,70 Euro fällig. Gerstner stellte die Räte vor die Wahl: Entweder die Gebühren erhöhen, sodass es rechtlich erlaubt wäre, aus dem Überschuss eine Sonderrücklage in der Gemeindekasse zu bilden, oder die Abgabe zu senken. Für die Forheimer stand die erste Option gar nicht zur Diskussion. „Wir wollen unseren Bürgern ja auch etwas zurück geben“, sagt Werner Thum. Gelobt werden wolle er von den Anwohner dafür nicht. „Man sieht, dass wir in den letzten Jahren alles richtig gemacht haben.“ Das sei doch das Wichtigste. Die Gemeinderäte beschlossen außerdem, einen Versorgungsplan für eine bessere Breitbandversorgung aufstellen zu lassen. Erste Untersuchungen ergaben zwar, dass Forheim und Aufhausen für den Moment ausreichend gut versorgt sind, aber etwas voraus zu planen, könne ja nicht Schaden.

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