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Festakt

13.07.2013

Freundliche Räume für menschliche Medizin

Nach fünf Jahren Interimslösung bezieht die Palliativstation des Stiftungskrankenhauses ihr endgültiges Domizil im vierten Stock

Nördlingen Fünf Jahre war die Palliativstation des Stiftungskrankenhauses Nördlingen „provisorisch“ im dritten Stock untergebracht, jetzt bezog sie ihr endgültiges Domizil im vierten Stock des Westflügels. „Es ist ein Segen, dass es diese Station gibt und wir freuen uns, dass sie nun ihre endgültige Bleibe gefunden hat“, sagte Landrat Stefan Rößle anlässlich der feierlichen Einweihung der neuen Räume. Zugleich bedeute dieser Tag für das Stiftungskrankenhaus, dass die Zeit der wirklich argen Not an Patientenzimmern und Krankenbetten, insbesondere in den beiden Abteilungen der Inneren Medizin im dritten Stock deutlich gelindert werden könne. Denn, so hob Rößle hervor: „Den entscheidenden Ausschlag für die Verlagerung der Palliativstation hat nämlich der enorme Patientenzuspruch gegeben, den das Stiftungskrankenhaus seit Inbetriebnahme der Kardiologie durchgehend durch alle Abteilungen erfahren hat.“ Frei geworden sei der vierte Stock durch den Umzug der Dialysestation in den Neubau der Kardiologie, erklärte Rößle weiter.

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Für den Umbau wurden 860000 Euro in die Hand genommen. Zuschüsse kamen vom Freistaat (711000 Euro), Landkreis (48000) und Nördlingen (24000 Euro).

Ausdrücklicher Dank an Ulrich Seidel

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Bei der Umgestaltung sei ein besonderes Augenmerk auf ein harmonisches Innenkonzept gelegt worden, entwickelt vom Architekturbüro Schlientz in Abstimmung mit dem Team der Palliativstation und Chefarzt Dr. Handschuh. Für die geleistete Arbeit dankte der Landrat allen Beteiligten, auch dem zurückgetretenen gKU-Vorstand Ulrich Seidel, der sich um die Palliativstation sehr verdient gemacht habe.

In der Nördlinger Palliativstation stehe die „menschliche Medizin“ im Fokus, betonte Oberbürgermeister Hermann Faul: Die wichtige Arbeit dieser Station setze die „karitative Tradition der Vereinigten Wohltätigkeitsstiftungen, aus der das Stift hervorgeht, nahtlos fort“. Ausdrücklich dankte Faul dem „multiprofessionellen Nördlinger Palliativ-Team“ für seinen Einsatz. In diesen Dank schloss er ebenso ausdrücklich den zurückgetretenen Vorstand ein, dem diese Station immer ein wichtiges Anliegen gewesen sei: „Ulrich Seidels Verdienste um das Stiftungskrankenhaus sollen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Gleichzeitig freuen wir uns auf die Arbeit seines Nachfolgers und wünschen ihm einen guten Start“, sagte Faul.

„Wir haben hier eine Palliativstation vom Allerfeinsten“ dankte Seidel-Nachfolger Jürgen Busse für die freundliche Aufnahme, die er in seiner neuen Funktion als gKU-Vorstand bereits erfahren habe.

„Die Palliativstation will ihren Patienten mit einem ganzheitlichen Ansatz helfen, ein Leben mit unheilbarer Krankheit menschenwürdig zu führen“, so Betriebsdirektorin Stefanie Andreula: „Hier geht es um die Linderung körperlicher, seelischer und geistiger Schmerzen und darum, die Patienten mit verbesserter Lebensqualität wieder ins häusliche Umfeld zu entlassen.“

Chefarzt Dr. Thomas Handschuh räumte in seinem Schlusswort ein, dass man mit einem lachenden und einem weinenden Auge die alte Station verlasse: „Der Wermutstropfen ist nämlich, dass wir hier im vierten Stock keinerlei Möglichkeit mehr haben, die Station zu erweitern.“ Das sei sehr bedauerlich. Denn einerseits gehe er davon aus, dass der Bedarf an stationärer palliativmedizinischer Versorgung weiter steigen werde und andererseits könne man mit etwas mehr Betten die Station auch wirtschaftlicher führen.

Nach dem kirchlichen Segen durch Diakon Michael Jahnz und Pfarrer Franz Metzger sowie einem Musikstück von Musiktherapeutin Helena Brasileiro Madeira, wurden die Festgäste zu einem Gang durch die schönen neuen Räume der Station und einem Imbiss aus der Stiftküche geladen. (pm)

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