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Kommunales

26.12.2019

Friedhofsgebühren in Reimlingen steigen

In Reimlingen steigen die Friedhofsgebühren. Ein einfaches, durchschnittliches Grab kostet künftig für 20 Jahre rund 600 Euro.
Bild: Dieter Mack

Im Gemeinderat geht es zudem um die Sanierung der Kita Sankt Georg.

Die Verwaltungsgemeinschaft Ries hat die Friedhofsgebühren der Gemeinde Reimlingen neu kalkuliert – mit der Folge, dass es ab dem neuen Jahr mitunter drastische Erhöhungen geben wird. Einer entsprechenden Anpassung der Gebührensatzung hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit der Gegenstimme von Joachim Ramisch vorgenommen. Dieser hält die Sätze für zu hoch. Er plädierte dafür, mehr Urnengräber auf dem örtlichen Friedhof zu günstigen Konditionen anzubieten, nicht zuletzt weil sich die Bestattungskultur mittlerweile geändert habe.

Bürgermeister Leberle: „Riesenschritt nach oben“

Bürgermeister Jürgen Leberle sprach denn auch von einem „Riesenschritt“ nach oben. Der Kommune bleibe allerdings nichts anderes übrig, weil in den zurückliegenden Jahren die Defizite gravierend gewesen seien. Auch die überörtliche Prüfung habe eine Gebührenanhebung empfohlen. Von den höheren Entgelten betroffen sind alle Arten der Bestattung sowie die Nutzung der Leichenhalle. Ein einfaches, durchschnittliches Grab, so rechnete Rathauschef Leberle gegenüber unserer Zeitung vor, koste künftig für 20 Jahre rund 600 Euro.

Thema im Rat war auch die geplante Sanierung der Kindertagesstätte Sankt Georg, deren Träger die katholische Kirche ist. Die aktuellen Kostenschätzungen belaufen sich auf 1,13 Millionen Euro, inklusive des Einbaus eines Aufzuges. Wenngleich noch keine Detailplanung vorliegt und die Zuschussanträge noch nicht gestellt sind, könnte sich der Gemeinderat mehrheitlich vorstellen, als Beteiligung der Kommune 100 Prozent der zuschussfähigen Kosten zu übernehmen. Joachim Ramisch stimmte dagegen, weil er das Kindergartengebäude für noch „gut in Schuss“ hält und allenfalls der Hof saniert werden müsse.

Friedhofsgebühren in Reimlingen steigen

Defizit von 50.000 Euro

Für das Defizit im laufenden Betrieb der Kinderbetreuungseinrichtung muss Reimlingen für 2018 insgesamt rund 50000 Euro tragen. Alexander Bendl von der Kirchenverwaltung verwies auf die gestiegenen Personalkosten als Grund für das Minus. Eine Idee, wie der Fehlbetrag verringert werden könnte, konnte Bendl nicht präsentieren. Auch den Gemeinderäten fiel ad hoc dazu nichts ein.

Eine längere Diskussion entwickelte sich über den Bebauungsplan „Walserhaus“, dessen Geltungsbereich erweitert werden soll. Das Gebiet befindet sich am Ortsrand Richtung Nördlingen. Investor Georg Beyhl (Auhausen) erläuterte in der Sitzung seine weiteren Pläne. Bei dem Areal handelt es sich um ein Mischgebiet, in dem Wohnen und Gewerbe möglich sind. Der Investor will dort günstigen Wohnraum anbieten. (bs)

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