Newsticker

Corona-Warn-App erreicht 15 Millionen Downloads
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Frischer Look für Forheim

Dorferneuerung

13.07.2016

Frischer Look für Forheim

Die Bauarbeiten am neuen Gemeinschaftshaus sind endlich beendet. Am Sonntag wird das Gebäude, in dem Rathaus, Schützenheim und Gemeindesaal untergebracht sind, mit einem Festakt eingeweiht.
Bild: Manuel Möhnle

Nach mehr als 20 Jahren Planungs- und Bauzeit ist die Neugestaltung der Gemeinde abgeschlossen. Was sich im Ort alles verändert hat

Eine „zukunftsgerechte Neugestaltung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen für Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum“ – das will das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben in Zusammenarbeit mit den betreffenden Gemeinden, bürokratisch ausgedrückt, erreichen. Oder einfach gesagt: Das Dorf soll schöner werden. In Forheim ist diese Verschönerung nun beendet. Am Sonntag wird das neue Gemeinschaftshaus eingeweiht und die Dorferneuerung, nach mehr als 20 Jahren, offiziell abgeschlossen.

Bürgermeister Werner Thum sagt: „Ich freue mich, dass das Projekt jetzt beendet ist. Mir fällt aber auch ein Stein vom Herzen. Gerade das neue Gemeinschaftshaus bedeutete in den letzten drei Jahre große Anstrengungen und hohe finanzielle Aufwendungen, was wir, obwohl wir eine recht kleine Gemeinde sind, doch sehr gut gemeistert haben.“ 1994 stellte die Gemeinde Forheim einen Antrag auf Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bei der damaligen Direktion für ländliche Entwicklung. 2006 konnte endlich die Bauphase beginnen. In der Zwischenzeit wurden in mehreren Arbeitsseminaren Schwerpunkthemen und konkrete Maßnahmen für die Dorferneuerung ausgearbeitet.

Eine der ersten Maßnahmen war die Neugestaltung der Straßen und Wege im Ort. Ziel war vor allem die Verbesserung der Verkehrssituation und der Verkehrssicherheit. Randbereiche neben der Straße wurden vielfach entsiegelt und begrünt. „Mehr grün“ ist auch ein zentrales Element des neu gestalteten Kindergartenhofs. Der war zuvor komplett asphaltiert. Jetzt ist der Hof mit ockerfarbenem Betonpflaster ausgelegt und am Rand mit Stauden bepflanzt. Am Tor steht ein Ahornbaum, der zum Schattenspender heranwachsen soll. Das Gebäude wurde ebenfalls saniert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine Schlüsselmaßnahme der Dorferneuerung war die Umgestaltung des Kirchplatzes, der das Zentrum des Dorfes bildet. An dem Platz befindet sich nicht nur, wie der Name schon andeutet, die Kirche, sondern auch das Pfarrhaus. Das denkmalgeschützte Haus aus dem 16. Jahrhundert zählt zu den architektonisch auffälligsten Gebäuden des Dorfes. Auch hier wurde die triste Asphaltdecke entfernt. Der Platz ist jetzt mit ansprechendem Granitpflaster ausgelegt.

Auch das neue Gemeinschaftshaus steht am Kirchplatz. Mit Gesamtkosten von 2201000 Euro für die Sanierung des bestehenden Rathauses und den Neubau des Gemeindesaales und Schützenheimes stellte das Gebäude mit Abstand den größten finanziellen Posten dar. Das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben förderte den Bau mit 90000 Euro. Die Forheimer Bürger packten auch selbst mit an und leisteten mehr als 5000 freiwillige Arbeitsstunden. Die Kosten für die übrigen Maßnahmen der Dorferneuerung in Höhe von 399000 Euro trägt zur Hälfte die Gemeinde Forheim. 155000 Euro kamen von der Europäischen Union, den Rest zahlen der Freistaat Bayern und die Bundesrepublik Deutschland. In dem Gemeinschaftshaus sind Rathaus, Schützenheim und der Gemeindesaal untergebracht.

Der Vorsitzende des Schützenvereins und Brauer Karl Thum, habe für die Einweihung am Sonntag bei Nördlinger Brauerei Maierbier extra sechs Hektoliter Bier nach altem Rezept brauen lassen, erzählt Bürgermeister Thum. Eine erste Verkostung solle heute stattfinden.

Private Bauherren können ebenfalls eine Förderung aus dem Bayerischen Dorfentwicklungsprogramm erhalten. Wer in leer stehende Bausubstanz, markante alte Gebäude oder die dorfgerechte Modernisierung nicht mehr zeitgemäßer Häuser investieren will, kann einen entsprechenden Antrag stellen. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden auch die Grundstücksgrenzen neu vermessen und vermarkt. Nun steht eine digitale Flurkarte für das ganze Ortsgebiet zur Verfügung.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren