Newsticker

Bei hohen Zahlen: Söder fordert eine bundesweite Maskenpflicht
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Gärsubstrat schädigt Riedgraben

27.02.2015

Gärsubstrat schädigt Riedgraben

Schieber offen: Schadstoff fließt aus Biogasanlage

Rund 50 Kubikmeter so genanntes Gärsubstrat, also der Rohstoff, der in einer Biogasanlage zur Erzeugung von Gas verwendet wird, ist in den Grosselfinger Riedgraben geflossen und hat ihn massiv geschädigt. Verhindert wurde, dass das verunreinigte Wasser auch noch die Eger vergiftete, in die der Riedbach mündet. Sie kam praktisch ungeschoren davon. Das haben jetzt gegenüber den RN Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt und Polizei bestätigt. Inzwischen sind die Untersuchungen der Behörden zu dem Vorfall vom 8. Februar weitgehend abgeschlossen. Ob die Gewässerverunreinigung juristische Konsequenzen für den Betreiber haben wird, könne man jetzt noch nicht sagen, erklärte Nördlingens Polizeichef Walter Beck. Das entscheide die Staatsanwaltschaft, an die die Ermittlungs- und Untersuchungsergebnisse weiter geleitet würden.

Der Betreiber der Anlage reagierte sofort

Der Betreiber der Biogasanlage habe auf jeden Fall in hohem Maße dazu beigetragen schnell und effektiv den Schaden zu begrenzen, so heißt es übereinstimmend bei den untersuchenden Behörden.

Die rund 50 Kubikmeter Gärsubstrat waren über Nacht ausgelaufen, nachdem ein Schieber an der Biogasanlage versehentlich offen geblieben war, heißt es von Seiten der Polizei. Entdeckt wurde das Unglück am anderen Morgen vom Winterdienst, der die Behörden alarmierte. Die Flüssigkeit, so der zuständige Abteilungsleiter des Wasserwirtschaftsamtes, Martin Deuring, lief am Schutzwall der Biogasanlage entlang, um dann an dessen Ende in den Riedgraben zu gelangen. Damit habe sich der Wall als zu kurz herausgestellt. Inzwischen ist er verlängert worden, damit so ein Vorfall künftig verhindert werden kann.

Der Betreiber der Anlage reagierte sofort, pumpte den Graben aus so gut es ging, sperrte ihn vor der Eger ab und baggerte letztlich noch das verunreinigte Erdreich vom Ufer weg. Hermann Pfahler, Fachbereichsleiter Wasserrecht im Landratsamt bestätigte gestern noch, dass der Riedgraben und auch die Eger weiter beobachtet würden.(-fd-)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren