RVA

04.06.2018

Gelebte Regionalität

Wie gut Ulrich Lange, Maximiliane Böckh und Wolfgang Fackler nähen können, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall machte ihnen der Besuch am Stand von Jochen Wolff (im Hintergrund) sichtlich Spaß.
Bild: Richard Lechner

Der Treffpunkt für Handel und Gewerbe wird bei der Eröffnung rundum gelobt

Sebastian Haag und seine Frau Anna haben sich eines fest vorgenommen: Als Veranstalter wollen sie die Rieser Verbraucherausstellung (RVA) Jahr für Jahr attraktiver machen. Obwohl sie am vergangenen Wochenende parallel zum Mess-Auftakt bereits zum 33. Mal eröffnet wurde, hat sie für die heimische Wirtschaft an Attraktivität offenbar nichts eingebüßt. In diesem Jahr sind es rund 100 Aussteller, die sich noch bis zum 11. Juni in der Ankerhalle und zwei angrenzenden Zelten präsentieren.

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Haag wies in seiner Begrüßungsansprache in „Jokl’s Weinzelt“ auf die Komplettsanierung der Ankerhalle hin. Froh sei er, dass inzwischen auch die klimatischen Bedingungen hätten wesentlich verbessert werden können. Er lobte zudem die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Nördlingen, die stets konstruktiv und vertrauensvoll sei. Zudem sei er in diesem Jahr dem Wunsch von immer mehr Ausstellern nach mehr überdachten Ausstellungsflächen nachgekommen, sagte Haag und erwähnte eine zusätzliche Leichtbauhalle mit einer Größe von 16 mal 28 Metern.

Als weitere Neuerung nannte er den „RVA-Schnupperstand“, bei dem Firmen die Möglichkeit eingeräumt werde, sich einen Tag lang auf der Ausstellung zu präsentieren und zu prüfen, ob sich ein Auftritt auszahle.

Gelebte Regionalität

Oberbürgermeister Hermann Faul, der die RVA einen Treffpunkt für Handel und Gewerbe nannte, hob insbesondere die persönliche Beratung hervor, die es für die Besucher an den Ausstellungsständen nach wie vor gebe. Ein Markenzeichen der RVA sei darüber hinaus der freie Eintritt. Faul erinnerte auch an die Anfänge der Ausstellung und deren Gründer, den früheren Ankerbräu-Geschäftsführer Wolfgang Koch. Die Ankerbrauerei lebe heute noch in ihrer Tradition fort.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange kritisierte in seinem Grußwort diejenigen Verbraucher, die sich auf der RVA informieren und beraten ließen, das betreffende Produkt aber dann im Internet bestellten. „Da geht etwas nicht ganz auf“, sagte Lange. Die Verbraucherausstellung bezeichnete der Abgeordnete als mittlerweile unverzichtbar für Handel und Handwerk in der Region.

Sein Landtagskollege Wolfgang Fackler lobte den persönlichen Kontakt zwischen Ausstellern und Verbrauchern. Die RVA stelle auch einen guten Beitrag für „gelebte Regionalität“ dar und sei wie die Nördlinger Mess’ ein Pflichttermin.

Nach der Eröffnungsveranstaltung und dem traditionellen Durchschneiden des Bandes informierten sich die Gäste bei einem Rundgang über die RVA über die diesjährigen Angebote der Aussteller.

Montag bis Samstag 11 bis 20 Uhr, Sonntag 10 bis 20 Uhr, Herrenmontag 11 bis 19 Uhr.

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