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Verkehr

24.01.2019

Gemeinderat kritisiert Ausbaupläne der B25 zwischen Möttingen und Nördlingen

In dieser Skizze sind die Planungen in den verschiedenen Bauabschnitten aufgeführt.

Das Staatliche Bauamt war zu Umplanungen gezwungen. Der Reimlinger Mittelweg wird abgehängt.

Auf deutliche Kritik im Möttinger Gemeinderat sind die geänderten Pläne zum dreispurigen Ausbau der B 25 zwischen Nördlingen und Möttingen gestoßen. Wie berichtet, musste das Staatliche Bauamt Augsburg ihr ursprüngliches Vorhaben aufgeben, an der Kreuzung Grosselfingen/Balgheim eine Brücke oder eine Unterführung zu bauen, um ein sicheres Überqueren der Straße zu ermöglichen. Der Naturschutz legte sein Veto dagegen ein, weil sich in dem Bereich die Wiesenweihe, eine streng geschützte Greifvogelart, aufhält. „Wir konnten uns nach langen Verhandlungen gegenüber den naturschutzfachlichen Belange nicht durchsetzen“, sagte Bauoberrat Stefan Greineder vor dem Gemeinderat. Von daher sei das Bauamt gezwungen gewesen entsprechend umzuplanen.

Die neuen Überlegungen sehen nun als zweiten Bauabschnitt einen dreistreifigen Ausbau der Straße vom Bauende des ersten Abschnitts mit der umstrittenen „Brezl-Lösung“ (dieser wird bekanntlich derzeit beklagt) bis einige hundert Meter vor die Kreuzung B25/Kreisstraße DON 7 mit einer knapp ein Kilometer langen Überholspur Richtung Nördlingen vor. Der Kreuzungsbereich selbst bleibt zunächst unverändert.

Zudem wird der Mittelweg aus Richtung Reimlingen künftig nicht mehr an die Bundesstraße angeschlossen. Er endet am parallel zur B 25 verlaufenden Rad- und Gehweg, der bis zur Kreisstraße DON 7 nach Balgheim auf 4,50 Meter verbreitert werden soll. Greineder räumte ein, dass dadurch der Durchgangsverkehr in Balgheim um zirka 50 Prozent auf dann 900 Fahrzeuge täglich ansteigen werde.

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Als dritter Ausbauabschnitt ist der Bereich von der Abzweigung nach Grosselfingen bis zur Einmündung nach Enkingen vorgesehen. Auf dieser Strecke ist ebenfalls ein „2+1-Ausbau“ auf einer Länge von rund 1,6 Kilometer vorgesehen. Die Überholspur verläuft auch hier Richtung Nördlingen. Der Einmündungsbereich nach Enkingen bleibt ebenfalls unverändert.

Laut Greineder will seine Behörde bis Ostern die Planfeststellung für beide Bauabschnitte bei der Regierung von Schwaben einreichen. Wie lange das Verfahren dauern werde, sei offen.

In seinen grundsätzlichen Anmerkungen wies der Bauoberrat unter anderem auf die hohe „Verkehrsfunktion“ der B25 hin. Mittlerweile sei sie in der höchsten Kategorie 1 eingestuft. Dies bedeute, dass für die Straße ein verkehrssicherer Betrieb gewährleistet werden müsse. Dazu gehöre ein dreispuriger Ausbau mit der Möglichkeit, in bestimmten Abschnitten problemlos überholen zu können. Bei der B25 handle es sich zudem um eine „überregionale Verbindungsachse“ mit einem nicht unwesentlichen Verkehrsaufkommen. Darüber hinaus bilde sie einen „Autobahnersatz“ in der Region zwischen der A6 im Norden, der A9 im Osten, der A7 im Westen und der A8 im Süden.

Hauptkritikpunkt im Gemeinderat war neben dem enormen Flächenverbrauch der Verzicht auf eine Brücke an der Kreuzung Grosselfingen/Balgheim. Seitens des Straßenbauamtes sei bisher immer wieder auf den Aspekt der Verkehrssicherheit hingewiesen worden. Wenn die Abzweigung jetzt unverändert bleibe, sei diese auch künftig nicht gewährleistet und es werde an der Stelle zu weiteren Unfällen kommen, hieß es. Greineder sagte, die Planungen stellten keine optimale Lösung dar. Dennoch machten die Überholspuren den Verkehr auf der B25 ein Stück weit sicherer.

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