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Kommune

15.06.2020

Gemeinderat verabschiedet Rekord-Haushalt

Der Eingang zum ausgedehnten Bierkeller im Auhausener „Hausberg“ wirkt unscheinbar.
Bild: Robert Kaußler

Auhausen investiert eine Million Euro, kommt aber ohne neue Schulden aus

Im Mittelpunkt der vergangenen Sitzung des Auhausener Gemeinderats standen Beratung und Beschlussfassung zum Haushalt 2020. Birgit Mayer von der Kämmerei der VG Oettingen stellte das Zahlenwerk vor. Der Verwaltungshaushalt mit einem Gesamtvolumen von knapp 1,7 Millionen Euro spiegelt das laufende gemeindliche Jahr mit seinen Ausgaben und Einnahmen wieder: Eine umfangreiche Unterstützung des kulturellen und ehrenamtlichen Lebens hat ihren Stellenwert; zum Beispiel Musica Ahuse, Musikkapelle und Jugendraum Dornstadt, Posaunenchor und Gemeindebücherei Auhausen, beide Heimat- und Verschönerungsvereine sowie die gemeindlichen Feuerwehren.

Mayer plant mit einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 118400 Euro: „Die gesetzliche Pflichtzuführung kann damit erfüllt werden“. Der Vermögenshaushaltes mit gut 2,3 Millionen Euro stellt einen enormen Kraftakt für die 1000-Einwohner-Gemeinde dar. Trotzdem wird keine Darlehensaufnahme benötigt, Schulverband und VG erheben keine Investitionsumlagen. Die umfangreichen Investitionen werden in den Bereichen Breitbandausbau, Kanal- und Straßensanierung, Straßenbau, Baugebietserweiterung Dornstadt, Brücken-, Kläranlagen- und Gebäudesanierung, Rekultivierung der Erdaushubdeponie und für diverse Beschaffungen getätigt.

Ein großer und sicherlich ein außergewöhnlicher „Themenblock“ ist die Aufnahme der Gemeinde Auhausen in das staatliche Sonderprogramm „Soziale Integration im Quartier“, wofür in Auhausen und insbesondere mit den Bürgern bereits einiges an Vorarbeit geleistet worden ist. Der Erwerb, die Begutachtung und Planung des altehrwürdigen Abtsitzes (Prälatur) innerhalb des ehemaligen Klosters Auhausen mit der nun anstehenden Generalsanierung werden finanzielle Mittel in Anspruch nehmen. Jedoch dürfen hierfür Zuwendungen von „staatlicher und anderer Seite“ erwartet werden.

Gemeinderat verabschiedet Rekord-Haushalt

Um ihrer eigenen Historie und der damit verbundenen Verantwortung gerecht zu werden, hat die Gemeinde den namensgebenden Keller im Auhausener „Kellerberg“, einen alten Bierkeller der bis zur Klosterzeit zurückzuverfolgen ist, erworben. Auch hier steht das bürgerschaftliche Engagement im Vordergrund. Der Verein „Dorfgemeinschaft Auhausen“, der sich seit Jahren sehr dem Projekt „Dorfkirchweih“ verschrieben hat, wird dieses Projekt bis hin zur Sanierung finanziell und mit Tatkraft begleiten.

Als weitere Einnahmen zur Finanzierung des ungewöhnlich großen Investitionsvolumen sind neben der Zuführung vom Verwaltungshaushalt, Bauplatzverkäufe und eine Investitionszuweisung vorgesehen.

Eine noch nicht beschlossene Kindergartensanierung oder alternativ ein Neubau stehen zwar bereits auf der Agenda, bedürfen jedoch noch der Entscheidung durch die zuständigen Gremien.

Im Einzelplan „kommunale Finanzwirtschaft“ sind die Zahlen zu Darlehensständen, Tilgungen und Rücklagen sowie ein Ausblick auf deren Entwicklung in den nächsten Jahren im Fokus gestanden. Neben der Tatsache, dass in diesem Jahr auf eine Kreditaufnahme verzichtet und auf eine Rücklagenentnahme von einer Million Euro zurückgegriffen werden kann, dürfte die Gemeinde 2025 schuldenfrei sein.

Die Gemeinderatsmitglieder stimmten der Haushaltssatzung zum Haushaltsplan, die im Vermögenshaushalt ausdrücklich eine „Verdoppelung zum Vorjahr“ darstellt und einen Kassenkreditrahmen in Höhe von 300000 Euro beinhaltet, dem Stellenplan und dem Investitionsprogramm ohne Gegenstimme zustimmen.

Bürgermeister Weiß durfte sich zufrieden mit der momentanen Gesamtsituation in der Gemeinde Auhausen mit einem Vier-Millionen-Euro-Haushalt zeigen, der Wohn- und Arbeitsplatzperspektiven für eine kommende Generation aufzeigt. Jedoch könne mittelfristig niemand abschätzen, wie sich die „Corona-Pandemie“ auf die Finanzen von Staat und Gemeinden auswirken werde.

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