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Gemeinderat

23.01.2020

Gemeinderat verlegt Trainingsplatz der SG Alerheim

Der Trainingsplatz der SG Alerheim muss umziehen. Das hat Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb des Vereins.
Foto: Sebastian Richly, Symbolbild

Plus Das Gremium hat außerdem beschlossen, die Kindertagesstätte umzubauen, um eine neue Gruppe zu schaffen. Warum der Fußballplatz weichen muss.

Ein Fußballplatz ist nicht bloß eine grüne Wiese. Mit dieser falschen Vorstellung räumte Alerheims Bürgermeister Christoph Schmid gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstagabend auf und machte deutlich, dass der neue Fußballplatz mit größeren Kosten verbunden sein werde.

Der neue Fußballplatz ist laut Schmid nötig, weil das Gewerbegebiet auf den bestehenden Trainingsplatz der SG Alerheim und der nördlich davon liegenden Wiese erweitert werden soll. Für das neue gewerbliche Areal hätten bereits zwei Betriebe ihr Interesse angemeldet. „Wir wollen nicht eine ewig brachliegende Gewerbefläche haben“, sagte Schmid. Mit dem Wasserwirtschaftsamt seien Fragen zur Verrohrung bereits besprochen worden. Der Lärmschutz dürfte ebenfalls kein Problem darstellen.

Der neue Platz soll größer werden

Der Gemeinderat wolle der Spielgemeinschaft Alerheim „mindestens das zurückgeben, was man ihr wegnimmt“, wie es mehrfach hieß. Die beiden Gewerbebetriebe möchten Mitte dieses Jahres mit den Bauarbeiten beginnen. Der neue Fußballplatz werde aber erst im Mai 2021 bespielbar sein, sagte Schmid. Deshalb müssten die Fußballer für eine Saison nach Rudelstetten ausweichen. Martin Schörger, Sportvereinsvorstand, meinte hierzu, es sei „keine optimale Lösung, ein Jahr auszuwandern, aber absolut tragbar“. Im Gegensatz zum alten Spielfeld werde der neue Platz größer sein und übliche Fußballfeldmaße haben.

Der Gemeinderat erteilte außerdem einstimmig sein gemeindliches Einvernehmen für den Umbau eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses im Dorfinnern. Das Bauunternehmen Dürrwanger aus Rudelstetten plant, dort sechs Wohnungen zu schaffen. Der zusätzliche Wohnraum „wertet die Gemeinde auf“, so Schmid.

Auch die Kita soll umgebaut werden. Die beiden Kindergartengruppen für Drei- bis Sechsjährige sollten eigentlich höchstens mit jeweils 25 Kindern belegt werden, doch in den vergangenen Jahren sei man immer leicht darüber gelegen, so Schmid. Da die Geburtenrate gestiegen sei und Familien mit Kindern zuzögen, sei eine dritte Gruppe erforderlich.

Der Bürgermeister will einen besseren Betreuungsschlüssel

Ökonomisch gesehen sei eine hohe Auslastung zwar gut, pädagogisch betrachtet, im Sinne eines guten Betreuungsschlüssels, aber nicht, so Schmid. Es sei „nicht ideal, wenn jede Gruppe immer am Anschlag ist“. Man komme deshalb nicht daran vorbei, die Kita auszubauen. Die Entscheidung läge zwar beim kirchlichen Träger, aber die Gemeinde sei „voll mit im Boot“.

Mittelfristig könnte der Dachraum der Kita ausgebaut werden, so Schmid. Kurzfristig hingegen sei die Umnutzung des Mehrzweckraums für einen dritten Gruppenraum möglich. Dies könnte bereits bis zum nächsten Kindergartenjahr geschehen. Nun warte man die Entscheidung des Trägers ab.

Der Gemeinderat beschloss außerdem einstimmig, an der Straße, die an der Bude in Rudelstetten vorbeiführt, eine zusätzliche Straßenlaterne aufzustellen. Die Kosten belaufen sich auf circa 2300 Euro.

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Alerheim: Nicht nur eine neue Straße

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