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Firmenleitung

31.12.2013

Generationswechsel bei Hänchen abgeschlossen

Generationswechsel: Stefan, Hartmut, Tanja und Matthias Hänchen (von links). Hartmut Hänchen wechselt in den Beirat. Die drei jungen Manager übernehmen die Geschäftsführung.
Bild: pm

Drei neue Geschäftsführer aus der Unternehmerfamilie

Oettingen/Ostfildern „Aufbruch und Kontinuität gehören zusammen, wenn ein Unternehmen Zukunft haben will,“ davon ist Hartmut Hänchen (70), geschäftsführender Gesellschafter der Herbert Hänchen GmbH & Co. KG, überzeugt. Deshalb wechselt er zum Jahresende in den im Aufbau befindlichen Unternehmensbeirat und übergibt die Geschäftsführung für den 1925 gegründeten Betrieb an seine Tochter Tanja Hänchen und seine Neffen Stefan und Matthias Hänchen. Hänchen sitzt in Ostfildern und betreibt ein Zweigwerk in Oettingen.

Neffen und Tochter konnten sich bei dem Hydraulik-Spezialisten bereits seit beinahe einem Jahrzehnt auf ihre neue Aufgabe vorbereiten. Stefan Hänchen (39) wird für Vertrieb und Einkauf zuständig sein, Matthias Hänchen (37) für Fertigung und Entwicklung und Tanja Hänchen (38) für Finanzen, Personal, IT, Marketing und Qualitätsmanagement. Tanja Hänchen wird zugleich Sprecherin der gemeinsamen Unternehmensleitung sein.

„Wir gestalten ja schon seit Jahren die Unternehmenszukunft mit“, betont Tanja Hänchen. „Deshalb wird sich die Ausrichtung des familiengeführten Unternehmens nicht grundlegend ändern. Aber natürlich wird unsere Generation eigene Impulse in der Führungskultur setzen. Heute haben wir die Chance, Verantwortung und Führungskompetenz auf eine breite Basis zu stellen. In der Praxis heißt das: Entscheidungen sollen dort getroffen werden, wo die Kompetenz dazu vorhanden ist – und dies schnell und ohne Umwege über die Hierarchie. Grundlage dafür ist das Vertrauen in die Mitarbeiter, das bei Hänchen als Familienunternehmen Teil der Unternehmenskultur ist.“

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Nachhaltige Investitionen und langfristige Personalplanung

Schlüssel für den gemeinsamen Erfolg sollen, so das Unternehmen weiter, wie bisher, nachhaltige Investitionen und eine langfristige Personalplanung sein. Denn ein beständiges und gesundes Unternehmenswachstum ist auch für die neue Geschäftsführung wichtiger als kurzfristige Gewinnausschüttungen. Ein organisches Wachstum auf dieser Grundlage habe große Bedeutung für den Maschinenbauer mit einem Umsatz von etwa 20 Millionen Euro und über 200 qualifizierten Mitarbeitern. Die hohe Bandbreite der Branchen und die weite Streuung auf den Weltmärkten generiere Wachstumschancen und minimiert Risiken gerade auch unter herausfordernden Wirtschaftsbedingungen.

„Diese Chancen sehen wir gerade auf den Märkten in Europa und Asien“, so die Überzeugung von Stefan Hänchen. Gerade hat das Unternehmen aus Ostfildern bei Stuttgart in Shanghai ein weiteres Tochterunternehmen zum Vertrieb seiner Produkte gegründet. „Es ist unsere erste außereuropäische Auslandstochter – für ein Unternehmen mit unserer Größe ist das ein bedeutender Schritt. Wir waren schon lange mit einer Vertretung in dieser Region präsent und wollen diese gute Ausgangsposition nutzen, um die Bearbeitung dieses Zukunftsmarktes nun mit unserem Tochterunternehmen selber zu gestalten.“ Für Matthias Hänchen ist dabei die konsequente Prozessoptimierung eine strategische Grundlage. Ein aktuelles Beispiel für den Weg in die Zukunft ist die Einführung der Lean-Produktion an den Standorten in Ostfildern und im bayerischen Oettingen: „Dass wir als Kleinstserien- und Einzelteilfertiger ein eigenes Konzept für Lean entwickelt haben, ist für uns wegweisend. Denn wir realisieren hier ein Konzept, das bis jetzt so eigentlich nur in der Großserienfertigung eingesetzt wird.“

Wachstum ist für das Trio grundlegend, um sichere Arbeitsplätze zu garantieren. Hier möchten die drei neuen Geschäftsführer die Tradition fortführen, dass es in der Geschichte von Hänchen noch keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben hat. Dies ist ebenso ein wichtiges Argument beim Kampf um qualifizierte Mitarbeiter für die Zukunft wie die Beibehaltung der hohen Ausbildungsquote von über neun Prozent und das zusätzliche Engagement an Hochschulen und Schulen. Auf der anderen Seite stehen konsequente Zukunftsinvestitionen, die seit 2008 im Durchschnitt bei zehn Prozent des Umsatzes liegen. „In diesem Engagement sehe ich die große Gemeinsamkeit zwischen unseren beiden Generationen“, ist Hartmut Hänchen sicher, der sich jetzt mehr Zeit für die Familie sowie für seine Hobbys erhofft. (pm)

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