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Lebensmittel

24.01.2019

Geschmackserlebnisse mit veganem Essen

Was man über die strenge Form der vegetarischen Ernährung wissen sollte

Vegane Ernährung ist in aller Munde. Was versteht man darunter? „Es handelt sich um eine strenge Form der vegetarischen Ernährung, bei der ausschließlich pflanzliche Lebensmittel verzehrt werden. Gemieden werden alle vom Tier stammenden Lebensmittel wie Fleisch und Milch aber beispielsweise auch Honig und vom Tier stammende Zusatzstoffe wie z. B. Lecithin aus dem Ei“, informiert Cornelia Zink, Ernährungsberaterin der AOK in Nördlingen. Eine gut geplante vegane Ernährung hat in Bezug auf Ballaststoffe, Gemüse und Obst häufig eine günstigere Zusammensetzung als die in Deutschland übliche Mischkost. Dennoch ist eine ausreichende Versorgung mit einer Reihe von Nährstoffen nicht sichergestellt. Daher sollte die Lebensmittelauswahl mit Nährstoffpräparaten bzw. angereicherten Lebensmitteln ergänzt werden.

Um den Nährstoffbedarf im Rahmen einer veganen Ernährung zu decken, ist eine sorgfältige Lebensmittelauswahl erforderlich. Kritische Nährstoffe sind Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen, Jod, Zink und Selen sowie Vitamin B12, Vitamin B2 und Vitamin D. Für die vegane Ernährung gilt:

Basis ist eine bunte Vielfalt von Gemüse und Obst mit mindestens fünf Portionen am Tag.

Vollkornprodukte sind wichtige Lieferanten für Protein, B-Vitamine, Eisen und Zink.

Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen sowie die vielseitig einsetzbare Sojabohne sind wichtige Proteinquellen, liefern B-Vitamine und Eisen.

Nüsse und Ölsaaten enthalten die lebensnotwendigen Omega-3-Fettsäuren sowie Eisen und Zink.

Pflanzliche Öle sichern ebenfalls die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren.

Einen Beitrag zur Jodversorgung leistet fluoridiertes Jodsalz sowie mit Algen angereichertes Meersalz mit definiertem Jodgehalt. Im Einzelfall kann nach Rücksprache mit dem Arzt die Einnahme eines Jod-Präparats sinnvoll sein.

„Das lebensnotwendige Vitamin B12 kommt ausreichend nur in tierischen Lebensmitteln vor und sollte daher als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden“, so die AOK-Ernährungsberaterin. Sie empfiehlt daher, die Umstellung auf eine vegane Ernährung nur gemeinsam mit einer qualifizierten Ernährungsfachkraft vorzunehmen. Wird die vegane Ernährung dauerhaft praktiziert, sollte der Versorgungszustand regelmäßig ärztlich untersucht werden. Wird ein Nährstoffmangel festgestellt, ist entweder eine Ernährungsumstellung, eine Einnahme von Nährstoffpräparaten oder die Verwendung von angereicherten Lebensmitteln notwendig. Für wen ist eine vegane Ernährung nicht geeignet? Eine vegane Ernährung ist für Schwangere und Stillende nicht empfehlenswert. Auch Säuglinge, Kinder und Jugendliche sollten nicht vegan ernährt werden. Diese Gruppen haben aufgrund ihres gesteigerten Nährstoffbedarfs bei einer veganen Ernährung ein höheres Risiko für einen Nährstoffmangel und dieser kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen beitragen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. (pm)

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