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Gemeinderat

21.03.2018

Gewässer soll ökologisch aufgewertet werden

Fast idyllisch wirkt der Lohgraben bei Deiningen auf diesem aktuellen Winterbild, doch eigentlich ist es nur noch ein verschmutzter Dränagegraben. Jetzt soll er ökologisch aufgewertet werden.
Bild: Jim Benninger

Deininger Lohgraben Pilotprojekt der Regierung und des Wasserwirtschaftsamtes

Mit einer Vielzahl von Themen hat sich der Deininger Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend befasst. Zu den größeren zählte die vorgesehene ökologische Aufwertung des Lohgrabens, der von der Waldstraße über das Gemeindegebiet, unter der Staatsstraße 2213 hinweg in Richtung Alerheim und dort schließlich in die Wörnitz fließt. Darum werde das Vorhaben auch von Alerheim und Deiningen zusammen angegangen, sagte Bürgermeister Wilhelm Rehklau in der Sitzung.

Grundstückbesitzer und Vertreter beider Gemeinden sowie des Wasserwirtschafts- und Landwirtschaftsamtes, des Drainageverbandes und der Naturschutzbehörden hatten sich dazu mit ihm bereits vergangene Woche vor Ort getroffen, um sich das Gewässer, das eigentlich nur noch ein Dränagegraben sei, anzuschauen. Nicht anwesende Eigentümer müssten noch gehört werden, so Rehklau. Im Rahmen des Pilotprojektes „Nachweisgebiet Landwirtschaft am Lohgraben“ war auf Bitten der Regierung von Schwaben vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth ein Umsetzungskonzept erarbeitet worden, mit dessen Maßnahmen eine Verbesserung der dortigen Gewässerstruktur und damit eine ökologische Aufwertung angestrebt werden soll. Im Wesentlichen sind in einzelnen Gewässerabschnitten, beziehungsweise punktuell, einige Maßnahmen für notwendig erachtet. Dazu gehören das Initiieren einer eigendynamischen Gewässerentwicklung, die Habitatverbesserung im vorhandenen Profil, die naturnahe Umgestaltung des Gewässerprofils sowie das Herstellen oder Entwickeln einer Hochstaudenflur beispielsweise mit Röhricht. Auch an Strukturparzellen mit Gehölz und den Rückhalt von Feinmaterial in kleineren Absetzbecken ist gedacht. Der Bodenabtrag komme neben der Bewirtschaftung unter anderem auch von einer Biberpopulation, meinte ein Gemeinderat. Die Maßnahmen werden durch die im landwirtschaftlichen Beratungskonzept vorgesehen Inhalte, zum Beispiel der Anlage von Pufferstreifen am Gewässer oder einem Zwischenfruchtanbau, ergänzt. Dazu wurden Bauern bereits vom Landwirtschaftsamt beraten.

Federführend wegen des Förderantrages werde die Gemeinde Alerheim sein, sinnvoll sei es aber, die Veränderungen in einem Vorhaben abzuwickeln, so Rehklau weiter. Für die rund 8000 Euro Gesamtkosten rechnet er mit einem Zuschuss von 75 Prozent. Für die Umsetzung könnte eventuell der Landschaftspflegeverband 2019 beauftragt werden. Dabei sei allerdings darauf zu achten, dass der Graben nicht in seiner Funktion als Vorfluter für das Drainagesystem beeinträchtigt werde. Im Zuge von naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen habe man dort mit einer Vorlandabsenkung bereits eine naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahme durchgeführt.

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Einstimmig für die Umsetzung der Maßnahmen

Die Räte waren nun einstimmig für die Umsetzung des Maßnahmenkonzeptes mit der Nachbargemeinde sowie die Übernahme der Kosten, durch die Gemeinde, die auf Deininger Seite entstehen. Schließlich sei der Unterhalt von Gewässern dritter Ordnung Aufgabe der jeweiligen Kommunen, so der Bürgermeister. Auch müsse man froh sein, wenn man Ämter, Landwirte und Grundstücksbesitzer an einen Tisch bekomme und mit ihnen eine Übereinstimmung erreiche, so dazu die im Gremium vorherrschende Meinung.

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