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15.06.2015

„Gott gab uns den Atem, damit wir leben“

Zur Pflege der Kirchenmusik im Ries gründeten der ehemalige Wirtschaftsminister Anton Jaumann und seine Frau Margarete eine Stiftung, die von weiteren Spendern getragen wird. Alljährlich gestalten die Kirchen- und Posaunenchöre dafür einen ökumenischen Gottesdienst und brachten diesmal in der Mönchsdegginger Klosterkirche ihre musikalische Ernte ein.
Bild: emy

Konzert: Dank für Förderung durch Jaumann-Stiftung

Die Stiftung „Anton Jaumann“ zur Pflege der Kirchenmusik wurde 1997 auf seinen Wunsch nach seinem Tod ins Leben gerufen. Anton Jaumann war ab 1970 Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr. Er starb im Jahr 1994. Er war seiner Heimat stark verbunden und interessiert an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Rieses.

Dem gebürtigen Belzheimer war es ein besonderes Anliegen die Kirchenmusik im Ries zu fördern. Sei-ne Frau Margarete setzte dies um in einer Stiftung, die durch weitere Spenden und Zustiftungen gestärkt wird. Seitdem erhalten die katholischen und evangelischen Kirchen- und Posaunenchöre alljährliche Zuschüsse zur musikalischen Ausbildung und zum Kauf von Noten oder Instrumenten.

In diesem Jahr gelangten 19 dieser Gruppen mit insgesamt etwa 250 Sängerinnen, Sängern und Bläsern in den Genuss dieser Förderung, die in einem ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkirche Mönchsdeggingen mit musikalischen Darbietungen ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen wollten. Pfarrerin Ulrike Brödel und Pfarrer Daniel Maria Schmitt gestalteten den geistlichen Teil mit Gebeten und Ansprachen.

Dies zu loben und „laut zu preisen“ sangen die katholischen Kirchenchöre Laub, St. Salvator Nördlingen, Reimlingen Schopflohe, Wemding und Gesangverein Amerbach unter Leitung von Klaus Ortler „Erde singe!“ und „Ehre sei Gott in der Höhe!“ Die vereinten Posaunenchöre aus Alerheim, Balgheim, Ehringen-Wallerstein, Enkingen, Hohenaltheim, Nördlingen, Oettingen und Wemding hatten vor der Begrüßung den Gottesdienst mit einer „Echo-Fantasie“ eröffnet und nun mit dem passenden Stück fortgesetzt: „Gott gab uns Atem, damit wir leben.“ Dass sie nach den Worten der Geistlichen den Menschen „Boten der Freude“ seien, verdeutlichten die evangelischen Kirchenchöre aus Ehringen-Wallerstein, Großsorheim, Harburg, Möttingen und Schmähingen mit Chorleiter Hans-Georg Stapff in dem Lied „Dies ist die Weise, wie Gott naht“ und nach einer meditativen Besinnung in einem Chorsatz von Gustav Gunsenheimer „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“. Einen eigenen Beitrag lieferte der Kirchenchor Schmähingen mit dem altitalienischen Hymnus „Alta Trinita Beata“. (emy)

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