Newsticker

Rekord bei Corona-Zahlen: 14.714 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Größte Herausforderung kommt noch

Wirtschaftsförderverband

18.02.2015

Größte Herausforderung kommt noch

So sieht das Logo der künftigen „Marke Donauries“ aus, deren Träger der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries ist. Es soll symbolisch die beiden Teile des Kreises vereinen: Das Ries mit dem Asteroideneinschlag und die Flüsse im Süden.
Bild: LRA

Der Verein sieht sich als Unterstützer der regionalen Unternehmen

Er ist ein Verein und soll die Wirtschaftsregion Donau-Ries nachhaltig fördern. So heißt es sinngemäß in der Satzung. Die Rede ist vom Wirtschaftsförderverband Donau-Ries, den es bereits seit fünf Jahren gibt und der aus der Verschmelzung des Wirtschaftsforums Donau-Ries und des Industrie- und Wirtschaftsförderverbandes Bayerisches Ries entstanden ist.

Er agiert recht unauffällig und es stellt sich hin und wieder die Frage, ob die Wirtschaftsbetriebe wirklich etwas davon haben, wenn sie Vereinsmitglied sind. Geschäftsführer Veit Meggle beantwortet diese Frage mit einem kurzen, aber unmissverständlichen „Ja“. Sowohl die Unternehmen, als auch die Kommunen profitierten in vielfältiger Weise davon.

Breitbandstudie half beim Internet-Ausbau

„Ohne die von uns in Auftrag gegebene Breitbandstudie wären die Städte und Gemeinden im Landkreis beim Ausbau des schnellen Internets noch nicht so weit“, zeigt sich Meggle überzeugt. Oder beim Projekt „Ökoprofit“, bei dem Unternehmen aufgezeigt bekommen hätten, wie sie jährlich bares Geld einsparen können, wenn sie überschaubare Beträge in den betrieblichen Umweltbereich in ihrem Unternehmen investierten.

Oder im Bereich der Schulen: Durch Projekttage, Veranstaltungen mit Abiturienten und Vorträgen zu diversen Wirtschaftsthemen wolle der Verein dazu beitragen, gerade die Schüler auf das vorzubereiten, was auf sie in Studium und Beruf zukomme. Und dies erfolgt nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit dem Technologie Centrum Westbayern in Nördlingen, das auf dem Gebiet der Fort- und Weiterbildung kräftig aufgestockt hat und insbesondere vor dem Hintergrund des immer wieder von den heimischen Firmen beklagten Fachkräftemangels in der Region.

Doch die größte Herausforderung steht dem Wirtschaftsförderverband noch bevor. Er soll nämlich in den nächsten Jahren den sogenannten „Markenprozess“ im Landkreis federführend steuern und voranbringen. Zwar ist der Landkreis Donau-Ries laut einer Studie der zehntstärkste Wirtschaftsraum in Deutschland und liegt bei der Lebensqualität auf Platz drei. Doch kaum jemand kennt den Landkreis, wodurch die Gewinnung von Neubürgern und Fachkräften für die regionalen Unternehmen immer schwieriger werde. Mit der Schaffung der „Marke Donauries“ soll dem entgegengewirkt werden.

Dabei wollen die Verantwortlichen nicht kleckern, sondern richtig klotzen und in den kommenden Jahren rund eine Million Euro pro Jahr zur Verfügung stellen. Geplant ist, dass sich Wirtschaft und Landkreis diesen Betrag teilen. „Ein ambitioniertes Vorhaben“, wie Veit Meggle einräumt. Insbesondere wegen der demografischen Entwicklung der Region sei der Markenprozess notwendig. Zielgruppe seien in erster Linie junge Familien, die in der Region beste Voraussetzungen zum Leben vorfänden.

Der Prozess funktioniere allerdings nur, wenn sowohl die Kommunen, als auch die Wirtschaft bereits sei, mitzuwirken.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren