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Wengenhausen

09.04.2020

Großbrand in Wengenhausen: Nachbar entdeckte das Feuer

Am nächsten Tag war vom Dach nur ein Gerippe übrig.
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Am nächsten Tag war vom Dach nur ein Gerippe übrig.
Bild: Matthias Link

Plus Bei Marktoffingen steht ein Stadel in Flammen. Rund 150 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um den Brand zu löschen. Die Kripo Dillingen ermittelt und hat eine erste Vermutung.

Das schwarze, verkohlte Gerippe des großen Dachgebälks der Scheune ragt in den blauen Frühlingshimmel. Rauchgeruch liegt in der Luft, Brandgeruch. Zwei Feuerwehrleute spritzen am Donnerstagvormittag noch von einer an die Mauer gelehnten Metallleiter mit schwachem Strahl Wasser auf das Gebälk, es sind die Nachlöscharbeiten. Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen, das an der B 25 in Wengenhausen liegt, ist es in der vergangenen Nacht zu einem Großbrand gekommen, bei dem eine Scheune ausgebrannt ist. Das Feuer wurde um kurz vor halb fünf Uhr morgens gemeldet.

Die Feuerwehr aus Marktoffingen traf als Erste bereits wenige Minuten später ein, so Kreisbrandmeister Klaus Schwager. Weitere Feuerwehren aus Ehringen, Wallerstein, Birkhausen, Munzingen, Minderoffingen, Maihingen, Utzwingen und Nördlingen eilten zu Hilfe. Zudem war die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Mertingen vor Ort, die bei Großbränden hinzugezogen wird und ein genaues Protokoll erstellt. Insgesamt waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz, die Hauptlöscharbeiten dauerten bis sechs Uhr.

Mastschweine werden in Schafgehege gebracht

Weder Personen noch Tiere kamen bei dem Feuer zu Schaden. An die Rückseite des abgebrannten Stadels grenzt ein Schweinestall an. Die Feuerwehr brachte alle 100 Mastschweine in ein vor dem Stall gelegenes Schafgehege, das mit einem Weidenzaun umgeben ist. „Ein Viehhändler hat dann am Morgen mit seinem Lastwagen die Tiere in unseren anderen, nur wenige hundert Meter entfernten Maststall gebracht“, sagt die Lebenspartnerin des Hofbesitzers. Die vier Schafe, die sich zuvor in dem Gehege befunden hatten, waren wegen der nächtlichen Vorkommnisse in Panik geraten und ausgebrochen. Da zu befürchten war, dass die aufgeschreckten Schafe den Verkehr auf der B 25 gefährden könnten, sperrte die Polizei kurzzeitig die Bundesstraße und gab eine Verkehrswarnung heraus. Nachdem die Tiere wieder eingefangen waren, wurde die Bundesstraße gegen 7.30 Uhr wieder freigegeben.

Großbrand in Wengenhausen: Nachbar entdeckte das Feuer

Die Hofbesitzer haben den Brand nicht selbst bemerkt. „Der Nachbar hat uns um 4.16 Uhr angerufen und uns gesagt, dass es bei uns brennt“, sagt die Frau. „Es war gleich klar, dass wir das nicht selber mit dem Wasserschlauch löschen können, sondern die Feuerwehr brauchen. Die war dann sehr schnell da. Der Stadel stand leer, er ist 120 Jahre alt, das Dachgebälk alt. Es gab einen Sog und innerhalb von fünf Minuten stand das ganze Dach in Flammen.“

Heute, Gründonnerstag, wurde gegen 4.15 Uhr ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Wengenhausen Ortsteil/Weiler von Marktoffingen gemeldet. FFW aus dem Umkreis, auch Nördlingen, l aus Dponauwörth, BRK mit  2 Rettungswagen und Notarzt, Einsatzleiter BRK sowie die Polizei waren im Einsatz. Erste Meldungen komen keine Tier um. erste schatzenschätzungen der polizei bei 400.000 Tausend Euro.  Näheres PI NÖrdlingen oder Kripo  Bilder: Dieter Mack
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Großbrand in Wengenhausen
Bild: Dieter Mack

Die Brandursache ist noch ungeklärt, die Kriminalpolizei Dillingen hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Polizeipräsidium Schwaben teilte am Donnerstag mit, dass vermutlich ein technischer Defekt an einem vor der Scheune geparkten Auto brandursächlich war. Eine erste Inaugenscheinnahme durch die Brandermittler habe ergeben, dass der Pkw die größte Brandzehrung aufweise. Nach derzeitigen Erkenntnissen habe das Feuer dann auf die Scheune übergegriffen und aufgrund der Sogwirkung den Dachstuhl in Brand gesetzt. Das Hackschnitzellager, das sich neben einer Hackschnitzelanlage in der Scheune befand, sei nur oberflächlich von den Flammen erfasst worden. Zur Klärung der genauen Brandursache sei zudem ein externer Gutachter beauftragt worden, der die Brandermittler der Kripo Dillingen unterstützen soll.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 400000 Euro. Es handelt sich um den dritten Brand in kurzer Folge im Ries. Vor wenigen Tagen brannte in Löpsingen eine Gartenhütte ab und Ende März waren auf einem Hof in Laub Heuballen in Brand geraten.

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