1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Große Pläne für das Oettinger Freibad

Oettingen

07.12.2015

Große Pläne für das Oettinger Freibad

IMG_4808.JPG
3 Bilder
Das Flussfreibad in Oettingen ist bei Einheimischen und Touristen beliebt.
Bild: Diana Hofmann

Eine Hüpfburg, ein weiterer Eisplatz, ein neuer Eingangsbereich, Schlafgelegenheiten für Besucher: Die Pläne zur Sanierung des Naherholungsgebietes am Mühlespan sind umfangreich.

Am Ende, als die Präsentation der großen Pläne vorbei war, drehte sich Gerd Aufmkolk noch einmal zu den Oettingern um, die ins Rathaus gekommen waren, um sich anzuschauen, wie das Naturfreibad an der Wörnitz künftig aussehen soll. „Ein schönes Freibad bekommt Ihr, oder?“, fragte Aufmkolk, um hinterherzuschieben, dass es natürlich bereits schön sei.

Aufmkolk, ein Landschaftsarchitekt, ist Vorsitzender des Preisgerichtes, das zuletzt unter zehn Bewerbern ein Konzept zur Neugestaltung des Naturfreibades und der Wörnitzinsel Mühlespan auswählte. Er hatte damit grundsätzlich gesagt, worum es bei dem Wettbewerb ging. Das Gelände ist schön, fraglos, und vor allem für die Oettinger selbst ein wichtiges Naherholungsgebiet. Es soll aber noch schöner, noch attraktiver werden, so sieht es die Stadt vor. Der in die Jahre gekommene Eingangsbereich zum Freibad und die Brücke über den Fluss sollen neu gestaltet werden, das hat Vorrang. Doch auch daneben soll viel am Freibad und dem Naherholungsgebiet passieren, das steht seit geraumer Zeit fest. Nur wie und in welchem Umfang, das war bislang noch unklar.

Um Fördergelder für die Sanierung des Freibades zu erhalten, hatte die Stadt den Wettbewerb ausgelobt, in dem Architekturbüros und Stadtplaner ihre Ideen einreichen konnten. Am Montagnachmittag wurden nun die konkreten Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt. Durchgesetzt hat sich die gemeinsame Bewerbung der Dresdner Architektenbüros Storch, JBS und Raum und Bau. Ihr Konzept sieht etwa vor, die Brücke über die Wörnitz im Freibad neu zu bauen, und zwar weiter nördlich als bislang, zudem ein neues Gebäude als Eingangsbereich zu errichten und einen Wasserspielplatz auf das Gelände zu setzen. Im südlichen Badbereich ist eine Hüpfburg für die Besucher geplant, außerdem sollen alle vorhandenen Gebäude und Attraktionen künftig durch einen Steg miteinander verbunden werden, auch um das Gelände behindertenfreundlicher zu machen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Große Pläne also, doch längst nicht alles. Denn die Neugestaltung des Freibades soll nur der Anfang sein. Zwar sind bislang nur dafür von der Stadt Kostenschätzungen bekannt, nämlich 750 000 Euro. Doch der Wettbewerb umfasste auch Konzepte für weitere Bereiche auf dem Gelände, die später umgesetzt werden könnten. Sie sehen vor, auf dem Gebiet am Mühlespan mehr Wohnmobil-Stellplätze anzubieten und auf den Flächen nördlich des Festgeländes einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Besucher zu schaffen: Blockhütten, die inmitten der vorhandenen Obstwiese angeordnet werden sollen. Auch ein zentrales Haus ist auf dem Gelände geplant, in dem sich Sanitäranlagen, eine Gemeinschaftsküche und ein Aufenthaltsraum befinden könnten.  Zudem soll dort am Ufer ein kleiner Steg gebaut werden.

Ziel der Maßnahmen ist es auch, „das touristische Potenzial der Insel und der Stadt Oettingen zu erweitern“, wie es in den Bewerbungsunterlagen der Dresdener Architekturbüros heißt. Die Ideen der Architekten gehen noch weiter: Das Vereinshaus der Eisstockschützen soll saniert und die Kneipp-Anlage umgebaut werden. In die Nähe des Teiches soll eine Mulde kommen, in die bei Minusgraden Wasser eingelassen werden kann, wodurch eine weitere Eisfläche entsteht, die etwa zum Schlittschuhfahren genutzt werden kann. Landschaftsarchitekt Robert Storch betonte bei der Präsentation des Konzeptes, das Naherholungsgebiet sei „ein Naturparadies“. Nach Auskunft von Preisrichter Aufmkolk setzte sich die Bewerbung gegen die Konkurrenten durch, da sie „den richtigen Ton“ getroffen habe. Es sei unter anderem darum gegangen, den naturnahen Charakter des Gebietes zu erhalten.

Bürgermeisterin Petra Wagner sagte, sie glaube, dass sich die Oettinger in den Plänen wiederfinden. Wann genau diese umgesetzt werden, steht noch nicht fest. Halbwegs realistisch sei es, die Planung 2016 abzuschließen und 2017 zu bauen, sagte Aufmkolk. Die konkreten Beschlüsse in der Sache muss der Stadtrat fassen. Ob neben der Neugestaltung des Freibades auch die weiteren Konzepte in absehbarer Zeit angegangen werden können, hängt auch am Geld, und das ist in Oettingen gerade in den kommenden Jahren knapp. Möglicherweise, sagte Aufmkolk, könnte man hier aber das Interesse von Investoren wecken.

Die Entwürfe sind noch bis zum 31. Dezember im Foyer des Oettinger Rathauses ausgestellt.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Freibad8.jpg
Freizeit

Entscheidung über die Zukunft des Kösinger Freibads gefallen

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket