Newsticker

Zahl der Corona-Neuinfektionen erreicht höchsten Wert seit April
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Großer Auftritt in der Residenz

31.03.2009

Großer Auftritt in der Residenz

Nördlingen/München (pm) - Die zweite Symphonie von Gustav Mahler, die im Dezember in der Nördlinger St.-Georgs-Kirche mit den Chören der Kantorei St. Georg und dem Symphonischen Orchester München-Andechs aufgeführt und vom Publikum begeistert aufgenommen worden war (wir berichteten), erfuhr nun eine Wiederaufführung in annähernd der gleichen Besetzung in München.

Dazu reisten 160 Mitglieder der Kantorei, des Sing@Life-Gospelchores und des Kammerchores St. Georg in die Bayernmetropole, um dieses Werk im fast ausverkauften Herkulessaal der Residenz unter der Leitung des Stammdirigenten des Orchesters, Andreas Pascal Heinzmann, dem Münchner Publikum zu präsentieren. Auch im Orchester waren einige Nördlinger vertreten: Zum Beispiel wurden die Trompeten des Fernorchesters vom Nördlinger Bach-Trompetenensemble gestellt.

Heinzmann, derzeit an der Oper in Los Angeles als "first assistant conductor" mit Wagners "Ring" beschäftigt, kam eigens aus diesem Anlass zurück nach München. Vom ersten Takt seines Dirigats an spürte man die Verbundenheit des Dirigenten mit seinem jungen Orchester und die tiefe Empathie, die er diesem außerordentlichen Werk entgegenbringt. Ob im dramatischen 1. Satz, in burlesken Rhythmen, bei der musikalischen Imagination des Jüngsten Gerichts oder beim erlösenden Triumph der Auferstehung im letzten Satz, immer war seine Stabführung ein Erlebnis, mitreißend, intelligent, hoch professionell. Auch die beiden jungen Solistinnen, Anna Lapkovskaja (Mezzosopran), sicher, melodramatisch, wohltönend, und Astrid Kessler, anfangs eher zurückhaltend, aber dann doch mit klarem, lupenreinen Sopran, fügten sich harmonisch und stimmig in die Ensembles ein.

Zum Gelingen dieses großartigen Abends aber trugen nicht zuletzt die Chöre der Nördlinger Kantorei unter der Einstudierung von KMD Udo Knauer bei. Die eigene Erfahrung Knauers mit Mahler - er selbst dirigierte ja vor wenigen Monaten in Nördlingen mit großem Erfolg dieses Werk - mag dazu beigetragen haben, dass der bestens einstudierte Chor den schwierigen Part nicht nur bravourös meistern konnte, sondern mit Disziplin, Präsenz und spürbarer Intension diesem Konzert einen besonderen Nachdruck verlieh.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Stürmischer Applaus

Das qualitätsverwöhnte und anspruchsvolle Münchner Publikum dankte den Ensembles und Protagonisten zu Recht mit Bravos und stürmischem Applaus.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren