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Marktoffingen

10.09.2019

Großinvestition im Untergrund

Im Schulgebäude in Marktoffingen werden Schüler der Jahrgangsstufen drei und vier unterrichtet.
Bild: Bernd Schied

Für die Kanalsanierung gibt die Gemeinde Marktoffingen rund 3,5 Millionen Euro aus. Welche Straßen von den Sanierungen betroffen sind.

Knapp 3,5 Millionen Euro wird die Gemeinde Marktoffingen in die Sanierung ihres Kanalnetzes investieren. Ein Großteil der Kosten ist durch staatliche Zuschüsse gedeckt. Der Anteil der Kommune liegt nach Einschätzung von Bürgermeister Helmut Bauer nach derzeitigen Schätzungen bei rund 600.000 Euro, die auf die einzelnen Haushalte umgelegt werden müssen.

Über welchen Zeitraum hinweg und in welcher Form, ob als sogenannte Verbesserungsbeiträge oder durch höhere Abwassergebühren, soll ein Ingenieurbüro prüfen und berechnen. Den Auftrag hierfür erteilte der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend dem Beratungsbüro Schneider und Zajontz aus Heilbronn. Nach Vorliegen der entsprechenden Expertise muss der Rat über das weitere Vorgehen entscheiden. Derzeit liegt der Abwasserpreis bei 2,72 Euro pro Kubikmeter.

Marktoffingen: Diese Straßen sind von den Sanierungen betroffen

Von den Sanierungen betroffen sind die Walter-Stelzle-Straße, die Franz-Horch-Straße, die Bahnhofstraße sowie die Hauptstraße im Ortsteil Minderoffingen. Hinzu kommt eine neue Druckleitung, die von Minderoffingen nach Marktoffingen gebaut werden soll.

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Den Auftrag für einen Breitbandanschluss der Marktoffinger Grundschule mittels einer Glasfaserleitung hat der Gemeinderat einstimmig an die Telekom-Tochter T-Systems vergeben. Die Kosten hierfür liegen laut Bürgermeister Bauer bei 78.000 Euro. Rund 50.000 Euro erhält die Kommune als Förderung vom Staat.

Innerhalb der gemeinsamen Grundschule Marktoffingen/Maihingen werden die Klassen eins und zwei in Maihingen unterrichtet, die Jahrgangsstufen drei und vier im Schulgebäude in Marktoffingen.

"Integrierte Ländliche Entwicklung" soll wiederbelebt werden

Einverstanden zeigte sich das Gremium mit der angestrebten Wiederbelebung der „Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE)“ im Nordries. Mit der ILE unterstützen und begleiten die Ämter für Ländliche Entwicklung Gemeinden, die sich freiwillig zusammenschließen, um gemeinsame und zukunftsorientierte Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Die ILE Nordries gibt es bereits seit einigen Jahren. Passiert ist in dieser Zeit jedoch so gut wie nichts. Bisher hatte der Wallersteiner Bürgermeister Joseph Mayer die Koordination inne.

Inzwischen hat der Fremdinger Rathauschef Frank-Markus Merkt die Initiative ergriffen, um die Zusammenarbeit voranzubringen. Dies ist nicht zuletzt deshalb notwendig, weil das Amt für Ländliche Entwicklung in Schwaben deutlich gemacht hat, dass ohne stärkere Aktivitäten die ILE Nordries mit Nachteilen bei der Förderung von Projekten rechnen müsse. Vorgeschlagen wird zudem, ab der kommenden Wahlperiode einen ILE-Manager einzustellen. Die entsprechenden Personalkosten würden mit bis zu 75 Prozent gefördert. Zur ILE Nordries gehören Wallerstein, Fremdingen, Marktoffingen, Maihingen und Ehingen.

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