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16.10.2009

"Gute Gewohnheiten sind wie Eisenbahnschienen"

Dürrenzimmern/Fessenheim (RN) - "Die Macht der Gewohnheit", mit diesem Thema beschäftigte sich der Vortrag von Schwester Renate Wagner aus Gunzenhausen, zu dem Rieser Pfarrfrauen nach Dürrenzimmern eingeladen hatten.

Schwester Renate begann mit einem kurzen Anspiel, das zeigte: Vieles tun wir aus reiner Gewohnheit. Gewohnheiten sind wie Muster in unserem Denken und Fühlen, wie eine Macht, die uns das Leben erleichtern, die uns aber auch tyrannisieren können.

Die Referentin machte auf die Gefahr negativer Gewohnheiten aufmerksam: So habe sich ein Abhängiger daran gewöhnt, Schwierigkeiten zu ertränken. Der Widerstand werde immer geringer, wobei immer das gleiche Verhaltensmuster ablaufe und keine bewusste Entscheidung mehr getroffen werde.

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Dagegen seien gute Gewohnheiten hilfreich, sie sind "wie Eisenbahnschienen der Menschen", zitierte sie. Es komme vor allem darauf an, dass sie von Kindern erlernt werden. Zu den guten Gewohnheiten zählte Schwester Renate ehrlich zu sein, danke zu sagen, das Tischgebet, die Gastfreundschaft, lernen zu vergeben und Gutes über andere zu reden. Gute Gewohnheiten sollten gepflegt werden. Jedoch sei es wichtig, Traditionen auch einmal zu hinterfragen und etwas neu zu machen. Selbst "Jesus war nie ein Gefangener von Prinzipien", hob sie hervor und verwies auf die Heilung am Sabbat.

"Danke zu sagen gegenüber Gott", das ist eine gute Gewohnheit, die Menschen in Situationen helfen könne, in denen Gott schweigt. Damit war an das Thema des zweiten Abends ("wenn Gott schweigt") in Fessenheim angeknüpft. Schwester Renate legte dar, dass es darauf ankomme, von der "Warum-Frage" ("warum lässt Gott mein Leid zu?") zur Frage nach dem "Wozu" zu kommen. Sie verwies auf die Josefsgeschichte im Alten Testament: "Trotz der vielen Probleme, trotz des harten Weges hat Gott den Josef auf einen guten Weg geführt."

Unerhörte Gebete

Auch im Blick auf unerhörte Gebete verwies die Referentin auf Gottes unergründbare Wege und ermunterte zum Glauben an den liebenden Gott: "Vielleicht will Gott uns schützen, dadurch, dass er uns nicht immer erhört." Schließlich machte sie an den Psalmen deutlich, dass wir unsere Gefühle vor Gott ausdrücken dürfen.

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