Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Gutscheine haben immer Konjunktur

Service

01.04.2015

Gutscheine haben immer Konjunktur

Wer nicht so recht weiß, welches Geschenk das Passende ist, greift gerne zum Gutschein. In der Regel sind diese drei Jahre gültig.
Bild: oh

Verbraucherschützer raten auf die Laufzeiten zu achten. Kaufhäuser in der Region sehr großzügig

An Geburtstagen und anderen besonderen Anlässen, wie die kommenden Osterfeiertage, werden oftmals Gutscheine gekauft und verschenkt. Findet der Gutscheininhaber allerdings nichts Passendes oder versäumt es, den Gutschein rechtzeitig einzulösen, so ist er schnell mit Problemen konfrontiert. Darauf weist der Verbraucherservice Bayern hin, der noch weitere Tipps im Umgang mit Gutscheinen hat.

Wenn man will, könne man den Gutschein auch an eine andere Person übertragen. Jede Person, die den Gutschein vorlegt, kann diesen problemlos einlösen. Dies gelte in der Regel auch dann, wenn der Gutschein auf eine bestimmte Person ausgestellt ist.

Gutscheine ohne Befristung sind dennoch nicht unbegrenzt gültig, so der Verbraucher Service Bayern weiter. Sie haben eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren, entsprechend der gesetzlichen Verjährungsfrist. Diese Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Der Gutscheininhaber muss beispielsweise einen Gutschein von 2014 also spätestens bis zum 31. Dezember 2017 einlösen. Danach kann der Händler die Leistung mit dem Hinweis auf die eingetretene Verjährung verweigern.

Der Verkäufer kann diese Frist im Einzelfall noch weiter verkürzen, allerdings darf diese nicht zu knapp bemessen sein. In den meisten Fällen wird diese Befristung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt. Ein kleines Frisörgeschäft darf seinen Gutschein für eine Dienstleistung grundsätzlich kürzer befristen, als ein großer Internetversandhändler, der den Gutschein vielfach verkauft. Eine Befristung auf unter ein Jahr wurde vom Landgericht München I für unwirksam angesehen.

Bezieht sich ein Gutschein für einen Kino- oder Theaterbesuch nur auf eine bestimmte Vorstellung, so hat er auch nur für diese Gültigkeit. Ist er dagegen auf einen bestimmten Geldbetrag ausgestellt, sollte man nur die dreijährige Verjährungsfrist akzeptieren.

Bei befristeten Gutscheinen hat der Besitzer Anspruch auf die Einlösung innerhalb der bestimmten Frist. Weigert sich der Verkäufer nach Ablauf der Frist den Gutschein einzulösen, so haben die Kunden keinen Anspruch mehr darauf. Vom Geschäft kann man jedoch die Auszahlung des Geldwertes verlangen, da der Verkäufer bereits Geld für die von ihm zu erbringende Leistung erhalten hat.

Von der Auszahlungssumme kann der Verkäufer jedoch seinen entgangenen Gewinn abziehen. Die Höhe des entgangenen Gewinns hängt vom Einzelfall ab. Würde der Verkäufer nichts zurückbezahlen, so hätte er sich ungerechtfertigt bereichert.

Steingass ohne Befristung

Im Kaufhaus Woha in Donauwörth haben die Gutscheine die übliche Laufzeit von drei Jahren. Wenn innerhalb dieses Zeitraums keine Einlösung erfolge, verfalle der Gutschein, hieß es bei Woha auf Anfrage.

Bei Steingass in Nördlingen ist man äußerst großzügig: Hier haben Gutscheine überhaupt keine Laufzeit, wie Geschäftsleiter Steffen Rissmann gegenüber unserer Zeitung erklärte. Sie seien auch jederzeit übertragbar.(bs/pm)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren