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30.07.2017

Hainsfarth muss weiter sparen

Im sogenannten Armenhaus in Hainsfarth sollen anerkannte Flüchtlinge ein Zuhause finden. Der Staat fördert das Projekt.

Haushalt Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde ist fast doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt. Es gibt jedoch auch einige Lichtblicke

Hainsfarth Auch in diesem Jahr muss sich die Gemeinde Hainsfarth finanziell nach der Decke strecken. Ein Indiz dafür: Die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommune im Nordries liegt mit 1110 Euro fast doppelt so hoch wie der Landesdurchschnitt. Dennoch gibt es in diesem Jahr einige Lichtblicke: Der Etat wird voraussichtlich ohne Neuverschuldung auskommen, und die Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt mit rund 400000 Euro sind ein „warmer Regen“ für die umfangreichen Investitionen, die anstehen. Dieser Überschuss im Verwaltungsteil ist zum einen dem Verkauf von Bau- und Gewerbegrundstücken geschuldet; andererseits fließen hohe staatliche Zuschüsse in die Gemeindekasse. Für Bürgermeister Franz Bodenmüller steht unabhängig davon dennoch eine strikte Haushaltsdisziplin auf der Agenda.

Rund 1,7 Millionen Euro sind in diesem Jahr an Ausgaben geplant. Die dicksten Brocken sind dabei die Sanierung der ehemaligen Judenschule mit Kosten von 300000 Euro (Gesamtkosten 550000 Euro, 250000 Euro Zuschuss) sowie die Sanierung des sogenannten Armenhauses, in dem anerkannte Flüchtlinge ein neues Zuhause finden sollen. Der Staat fördert dieses Projekt großzügig mit 460000 Euro, sodass sich der Eigenanteil der Gemeinde in Grenzen hält.

In den Genuss von Zuschüssen kommt Hainsfarth auch beim Breitbandausbau. Auch hier ist der Gemeindeanteil überschaubar. Bei Gesamtkosten von 247000 Euro steuert der Staat 191000 Euro bei. Um die aktuelle Nachfrage nach Gewerbegrundstücken decken zu können, muss das Gebiet „Oberer Kesselweg“ erschlossen werden. 2017 sind dafür 100000 Euro eingeplant. Priorität hat dabei der Abwasserkanal. Dafür ist der Hebesatz für die Gewerbesteuer zu Beginn des Jahres um 20 auf nunmehr 340 Prozentpunkte gestiegen. Unverändert bleiben hingegen die Grundsteuern A und B. Diese machten bereits 2010 mit jeweils 50 Punkten einen kräftigen Sprung nach oben.

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Für die nächsten Jahre hat Rathauschef Bodenmüller seiner Kommune weiterhin einen strikten Sparkurs verordnet. Ziel sei es, trotz der erheblichen Investitionen die Schulden konsequent zurückzuführen und neue Kredite möglichst zu vermeiden.

Die Eckpunkte des Etats: Gesamtvolumen 4,79 Millionen Euro (2016: 5,1 Millionen), Verwaltungsetat: 2,38 Millionen Euro, Vermögensteil: 2,41 Millionen Euro, Schuldenstand Ende 2017: 1,57 Millionen Euro.

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