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26.10.2009

Hallenbad: Stadt sucht auch nach einem privaten Investor

Wemding (wwi) - Auf der Suche nach einem Sanierungskonzept für das marode Hallenbad lotet die Stadt Wemding auch die mögliche Übernahme durch einen privaten Investor aus. Dies bestätigte Bürgermeister Dr. Martin Drexler auf Anfrage unserer Zeitung. Die Verwaltung arbeite derzeit "mit Hochdruck" an einer Lösung und sei dabei in alle Richtungen aktiv.

Bekanntlich war die Kommune gezwungen, das Bad in diesem Herbst geschlossen zu halten. Gutachter und Behörden stellten fest, dass aus hygienischen und sicherheitstechnischen Gründen unter den jetzigen Umständen kein Badebetrieb mehr möglich ist.

Der Stadtrat beschloss, bis zum Jahresende über die Zukunft des Hallenbads zu entscheiden. Bis dahin will Drexler möglichst alle Fakten auf dem Tisch haben. Um verschiedene Ideen für eine Sanierung zu bekommen, beauftragte die Kommune gleich zwei Planungsbüros mit einschlägiger Erfahrung. Die Stadt möchte nicht nur die Konzepte, sondern auch "absolut realistische Kostenschätzungen", so der Rathaus-Chef. Die Büros sollen sich zudem mit der Frage beschäftigen, was ein kompletter Neubau eines Hallenbads kosten würde.

Parallel dazu hält die Kommune auch Ausschau nach einem möglichen privaten Investor, der das Bad nicht nur sanieren oder bauen, sondern auch betreiben würde. Eine entsprechende Ausschreibung läuft im Bayerischen Staatsanzeiger.

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Die Vorschläge und Angebote werden mit Spannung erwartet. Wie berichtet, bemühte sich die Stadt heuer bereits (vergebens) um Zuschüsse aus dem Konjunkturpaket II für das Hallenbad. Dabei wurde die reine Sanierung auf knapp vier Millionen Euro geschätzt. Eine Investition in solcher Dimension könnte die Kommune wohl nur schwer stemmen.

Deshalb wird Drexler zufolge momentan auch ermittelt, welche Pflichtaufgaben bei Kanal, Trinkwasser, Straßen und Hochbauten die Stadt Wemding in den kommenden Jahren zu erfüllen hat und welche Steuereinnahmen zu erwarten sind. Die Fördermöglichkeiten würden ebenfalls ausgelotet. "Wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, wird der Stadtrat entscheiden, was der erste Schritt ist", erklärt der Bürgermeister. Damit alle Wemdinger die Möglichkeit haben, ein Hallenbad zu besuchen, hat die Kommune inzwischen einen Bustransfer in die Hallenbäder nach Monheim (mittwochs und samstags) und nach Treuchtlingen (samstags) eingerichtet. Die Volks- und die Realschule führen den Schwimmunterricht in eingeschränktem Umfang im Monheimer Bad durch. Die Wasserwacht hält ihre Kurse und Trainings in den Becken in Monheim, Mönchsdeggingen und im Hallenbad des Hotels Seebauer in Wemding ab. "Wir haben da eine ganz gute Übergangslösung gefunden", meint Martin Drexler.

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