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Nördlingen

05.11.2019

Halteverbot am Kriegerbrunnen wird stetig ignoriert

Kein ungewöhnliches Bild bei einem Sonntagsspaziergang in der Nördlinger Innenstadt. Vor den Granitpollern darf zwar kurz gehalten werden, links davon herrscht absolutes Halteverbot. Trotzdem scheinen Motorrad- und Autofahrer unbeeindruckt vom Verbot und versperren den Rettungsweg.
Bild: Tobias Källner

Plus Einige Autofahrer halten immer wieder vor den Senkpollern am Kriegerbrunnen. Dass dort absolutes Halteverbot herrscht und ein Rettungsweg ist, interessiert kaum jemand.

Noch schnell beim Bäcker einkaufen oder kurz Geld auf der Bank abheben: Immer wieder stehen Fahrzeuge im Bereich des Rübenmarkts und vor dem Kriegerbrunnen. In bestimmten Bereichen ist das kurze Halten erlaubt, doch vor den Senkpollern herrscht absolutes Halteverbot. Denn da verläuft ein Rettungsweg. Das scheint viele Bürger jedoch nicht zu interessieren.

Der verkehrsberuhigte Bereich in der Innenstadt beginnt am Schäff-lesmarkt und zieht sich in Richtung Rübenmarkt und Kriegerbrunnen. An den Straßenseiten befinden sich teilweise markierte Parkplätze, die von Besuchern der Innenstadt genutzt werden können. Im Bereich vor dem Kriegerbrunnen ist die Parksituation trotzdem oft chaotisch. Der Leiter des Ordnungsamtes, Jürgen Landgraf, sagt: „Vor den Steinpollern darf zum Be- und Entladen gehalten werden.“ Wenn jemand beispielsweise kurz zum Bäcker gehe und von dort aus sein Auto im Blick habe, dann sei das in Ordnung. Es gilt die Regel nach der StVO: Wer länger als drei Minuten sein Auto verlässt, der parkt. Parken ist vor den Steinpollern nicht erlaubt, das kurze Halten schon.

Die Poller dienen der Sicherheit in der Fußgängerzone

An der Stelle zwischen Kriegerbrunnen und Blumen Ritter wurden 2015, im Zuge der Baumaßnahmen am Brunnen, versenkbare Poller installiert. Diese dienen der Sicherheit in der Fußgängerzone. Neben dem Ordnungsamt bestätigt auch die Polizeiinspektion Nördlingen, dass sie auf Streife oft Autos oder Zweiräder sehen würden, die den Rettungsweg versperren. „Dafür fehlt mir jegliches Verständnis“, sagt Landgraf. Die Beschilderung sollte doch für jeden, der einen Führerschein hat, verständlich sein.

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Das Schild „absolutes Halteverbot“ zeigt mit einem Pfeil nach rechts, welcher Bereich gemeint ist. Da das Halteverbot mit keinem weiteren Schild aufgehoben wird, verdeutlicht ein Zusatzschild unterhalb, dass es sich um den Bereich vor den Senkpollern handelt und zudem dort ein Rettungsweg verläuft. Das scheint vielen Autofahrern egal zu sein. Laut Landgraf sagen die Falschparker dann meist: „Ich halte ja nur kurz“, und wenn man sie auf das Halteverbot hinweise: „Wo soll ich denn sonst stehen.“ Die Sachlage sei aber eindeutig, betont der Ordnungsamtschef: Vor den Senkpollern darf nicht gehalten und schon gar nicht geparkt werden. Trotzdem werden mehrmals pro Woche Leute verwarnt, die dort „nur kurz halten“.

Mit dem rücksichtslosen Stehen im Halteverbot wird auch der Rettungsweg für Feuerwehr oder Krankenwagen versperrt. „Wenn es um Sekunden geht, weil beispielsweise eine Person einen Schlaganfall hat und dann der Rettungswagen nicht durchkommt, kann man doch nicht mit solchen Argumenten kommen, wie, ,Ich wollte doch nur kurz...’“, sagt der Ordnungsamtsleiter.

Oftmals bleibt es bei einer mündlichen Verwarnung

Laut Robert Schmitt von der Polizei Nördlingen werde in diesem Fall der Abschleppdienst gerufen. Allerdings würden die meisten Halter schnell wieder zu ihrem Wagen zurückkommen. „Ist der Abschleppdienst bereits da oder schon losgefahren, muss der Falschparker die Gebühren dafür trotzdem zahlen“, so Schmitt. Landgraf meint, man solle die uneinsichtigen Menschen zu einer Nachschulung schicken. Er und seine Kollegen verwarnen mehrmals pro Woche Autofahrer, die den Rettungsweg blockieren.

Es bleibe oftmals bei einer mündlichen Verwarnung, da Ordnungsamtsmitarbeiter eine Beobachtungszeit von mindestens vier Minuten einhalten müssten, bevor sie einen Strafzettel verteilen könnten, erklärt Landgraf. „Da die Verweildauer ja meistens nicht so lang ist, sind es oft nur mündliche Verwarnungen, wenn der Halter wieder zurückkommt“, so Landgraf. Wer länger weg bleibe, bekomme einen Strafzettel in Höhe von 35 Euro. Das halte einige Falschparker aber nicht davon ab, die Stelle ein anderes Mal wieder zu versperren.

Neben Privatpersonen sind es auch oft Liefer- oder Paketdienste, die das absolute Halteverbot einfach ignorieren, so Landgraf. „Die Lieferanten, die regelmäßig kommen, also vom Blumengeschäft Ritter oder Norma sind gar kein Problem.“

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05.11.2019

warum endet die Überwachung der Stadt am Samstag schon um 12.00 Uhr? am 02.11.19 um 11.55 Uhr vor den Pollern im Halterverbot 3 Fahrzeuge. In der Polizeigasse im absolten Halteverbot 4 Fahrzeuge (eine Polizeistreife ist vorbeigefahren. hat diese aber nicht interessiert).

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