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Hohenaltheim

09.07.2020

Haushalt in Hohenaltheim: Gewerbe bringt nur noch 25000 Euro

Die Erschließung des Baugebiets Niederaltheim-West ist die größte Investition der Gemeinde Hohenaltheim. Sieben von insgesamt elf geplanten Bauplätzen werden dort erschlossen.
Bild: Matthias Link

Plus Der Kämmerer für die Gemeinde Hohenaltheim betrachtet die rückläufigen Steuereinnahmen mit Sorge. Die größte Investition gibt es in Niederaltheim.

Der Gemeinderat Hohenaltheim hat in seiner Sitzung am vergangenen Montagabend die Haushaltssatzung für das laufende Jahr beschlossen. Das Gesamthaushaltsvolumen beträgt 2,06 Millionen Euro und verteilt sich annähernd hälftig auf den Vermögens- und den Verwaltungshaushalt.

Moritz Gerstner, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ries, stellte das Zahlenwerk in der Sitzung vor. Der Verwaltungshaushalt, aus dem die laufenden Ausgaben bestritten werden, beinhaltet Einnahmen von 1,08 Millionen Euro, das sind etwa 40500 Euro weniger als vergangenes Jahr. Dabei bereite ihm die rückläufige Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen Sorgen, sagte Gerstner, denn diese belaufe sich 2020 nur auf 25.000 Euro - im Vorjahr war es noch über das Doppelte. Da der Gewerbesteuereinbruch aber nicht Corona-bedingt sei, gebe es auch keine staatlichen Coronahilfen, erklärte Gerstner bezüglich der Nachfrage eines Gemeinderats. Die größten Einnahmeposten sind der Gemeindeanteil bei der Einkommensteuer mit 374.000 Euro, Schlüsselzuweisungen in Höhe von 201000 Euro, Einnahmen aus Gebühren mit 122.000 Euro sowie weitere Zuweisungen in Höhe von 114000 Euro.

Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushalts macht den größten Posten der Personalaufwand aus, mit 285000 Euro (etwa gleich viel wie im Vorjahr). Die Kreisumlage schlägt mit 272000 Euro zu Buche, das sind 29000 Euro mehr als 2019, da die Umlagekraft der Gemeinde gestiegen ist. Der sonstige sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand beträgt 148000 Euro. Die Zuweisungen an den Schulverband Mönchsdeggingen sind etwas gestiegen und betragen im laufenden Jahr 43000 Euro bei 22 Schülern aus Hohenaltheim. Erstattungen an die Stadt Nördlingen für Mittelschüler kommen hinzu.

Unter dem Strich ergibt das einen Überschuss von 62.000 Euro im Verwaltungshaushalt, der dem Vermögenshaushalt, aus dem Investitionen getätigt werden, zugeführt wird. Im Vorjahr lag die Zuführung bei 119.000 Euro.

Sieben Bauplätze werden in Niederaltheim erschlossen

Im Vermögenshaushalt bildet die größte Einzelposition die Erschließung des Baugebiets in Niederaltheim mit 745.000 Euro (Straßenarbeiten, Straßenbeleuchtung, Kanalisation und Wasserversorgung). Elf Bauplätze sind dort geplant, von denen jedoch vorerst nur sieben erschlossen werden. Die Rekultivierung der ehemaligen Deponie ist mit 100.000 Euro veranschlagt. 20.000 Euro sind jeweils für punktuelle Kanalsanierungsmaßnahmen und als Investitionsumlage für den Schulverband Mönchsdeggingen vorgesehen - in der Schule werden die Fenster teilweise saniert. Ebenso ist die Anschaffung einer Tragkraftspritze für die Feuerwehr geplant, die circa 16.000 Euro kostet, sowie eine neue Abwasserpumpe für 10.000 Euro. Für Sanierungsmaßnahmen am Kindergarten sind 10.000 Euro eingeplant.

Der Vermögenshaushalt beläuft sich insgesamt auf 979000 Euro. Finanziert werden diese Investitionen unter anderem über eine Investitionspauschale in Höhe von 127000 Euro, eine Straßenausbaupauschale von 10000 Euro und kleinere Zuschüsse.

Zudem sollen 483.000 Euro Rücklagen entnommen werden und besagte 62.000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 286.000 Euro vorgesehen. Mit Erlösen aus Bauplatzverkäufen sei dieses Jahr wohl noch nicht zu rechnen, so Kämmerer Moritz Gerstner.

Der Schuldenstand der Gemeinde betrug zu Beginn des Jahres 188000 Euro, am Ende des Jahres werden es voraussichtlich 458.000 Euro sein - von den Altschulden sollen 15.000 Euro ordentlich getilgt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt damit 792 Euro je Einwohner.

Die Haushaltssatzung wurde vom Gemeinderat einstimmig verabschiedet.

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