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Porträt

24.11.2018

Heinz Hubel: Ein Organisator der Rheumaliga

Heinz Hubel wirkt seit 30 Jahren aktiv als Organisator in der Rheumaliga mit.
Bild: Hummel

Heinz Hubel war dabei, als sich die Rheumaliga in Nördlingen vor 30 Jahren gründete. Seitdem hat sich viel verändert – auch in der Behandlung.

Einen losen Zusammenschluss pflegten Rheumakranke in Nördlingen schon länger, sie standen sich gegenseitig bei. Aber vor 30 Jahren gründete man im Café Grimm einen Verein, mit dem man offiziell unter dem Dach der Deutschen Rheumaliga organisiert war. Heinz Hubel ließ sich überreden, dem Vorstand beizutreten und hat damit im nächsten Monat mit der Rheumaliga Nördlingen sein 30-jähriges Jubiläum.

Rund 40 Mitglieder waren es damals, derzeit sind es knapp über 100. Das Rote Kreuz stellte am Bleichgraben seinen Saal zur Verfügung, in dem heute noch jeden Dienstagabend die wöchentliche Gymnastik stattfindet; die Wassergymnastik wird jeden Samstagnachmittag im Bad der Lebenshilfe absolviert. Als Rheumaliga konnte man Therapeutinnen buchen, mit denen man über all die Jahrzehnte viel Glück gehabt habe: „Sie waren alle fachlich super und hoch motiviert.“

Abgesehen davon, dass Ärzte generell heute zunehmend gestresst sind und weniger Zeit haben, um auf Patienten einzugehen, änderte sich in den 30 Jahren alles stets zum Besseren: „Früher wurden Entzündungen und Versteifungen in den Gelenken oft zu spät erkannt; da sind die Mediziner längst weiter, erkennen und behandeln es viel früher.“ Auch die Mentalität änderte sich – so galt vor 30 Jahren Rheuma als typisches Frauenleiden, Männer genierten sich fast schon dafür. Aber so etwas ist längst schon im regen Austausch der Gruppe untergegangen.

Überhaupt habe die Gemeinschaft an sich schon eine wohltuende Wirkung: Nicht nur, dass man sich rege über die immer zahlreicheren Medikamente und Therapien austauscht und die guten Erfahrungen auch an die jeweiligen Ärzte weitergibt. Man hat einfach eine bessere Orientierung beim Rheuma, das ja ein Sammelbegriff für rund 100 verschiedene Krankheiten ist, die allesamt auf chronische Schmerzen hinauslaufen. „Ich selbst nehme mein Rheumaleiden längst nicht mehr so schwer, wenn ich sehe, wie sehr sich andere damit plagen müssen“, bringt es Heinz Hubel für sich auf den Punkt.

Vor lauter Lebensfreude die Krankheit nicht mehr gemerkt

Und bei den zahlreichen mehrtägigen Ausflügen beispielsweise nach Berlin, Dresden, Wien oder Straßburg, die Heinz Hubel organisiert, merke man vor lauter Lebensfreude gar nicht mehr, dass da Rheumakranke unterwegs sind – außer vielleicht beim Aus- und Einsteigen in den Bus. Zusätzlich geht es dann einmal im Jahr zur Badefahrt nach Bad Wörishofen.

Die Nördlinger Rheumaliga wuchs ständig, weil mit der Zeit auch Nicht-Rheumakranke kamen, die beispielsweise nach Kuren angehalten waren, zu Hause weiter Gymnastik zu machen. Rheuma ist nicht nur eine Alterserscheinung. Doch der Anteil von Jugendlichen im Raum Nördlingen ist so gering, dass sich die Einzelfälle nicht in der richtigen Altersklasse zusammenfinden können.

In größeren Städten wie beispielsweise Augsburg finde sich aber Abhilfe. Nach den Übungen setze sich ein „harter Kern“ von rund sechs bis zehn Leuten immer in wechselnden Wirtschaften zusammen; wie gesagt, Geselligkeit alleine tut schon gut. Dazu gehöre auch die Weihnachtsfeier, die anfangs selbst im Rot-Kreuz-Saal organisiert wurde, mittlerweile aber im Gasthaus Ochsen in Marktoffingen stattfindet – heuer wird sie gleich mit der 30-Jahr-Feier kombiniert.

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