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Veranstaltung

22.11.2019

Herrmann-Vortrag: Die Zukunft werde in Möttingen nicht ohne Autos sein

Joachim Herrmann besuchte den CSU-Ortsverband in Möttingen. Er sagte, dass für die Mobilität auf dem Land auch in Zukunft Autos wichtig seien.
Bild: Treumann

Der CSU-Ortsverband organisiert einen Abend im Bürgerzentrum, zu dem Joachim Herrmann kommt. Die Bürger interessieren sich auch für Grüne und AfD.

Joachim Herrmann schaut in den Korb mit Geschenken aus der Region, den er eben bekommen hat. „Das sieht so aus, als ob das wirklich alles regional ist“, sagt der bayerische Innenminister. Kürzlich habe er einen Korb mit Obst bekommen, auch als regional angepriesen. Dann habe er aber einige Bananen gesehen und gefragt, wo denn in Bayern Bananen wachsen würden. Gelächter im Bürgerzentrum. Der CSU-Ortsverband Möttingen und sein Bürgermeisterkandidat Timo Böllmann hatten den Innenminister zu einem Vortag dorthin eingeladen.

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Joachim Herrmann referiert im Möttinger Bürgerzentrum

Dabei ging er auch auf die ländliche Region und die Gemeinden ein. „In der Gesamtheit geht es den bayerischen Kommunen so gut wie lange nicht. Ich bin der Überzeugung, dass es Bayern nur so lange gut gehen wird, wie es den Kommunen gut geht“, sagte der Innenminister. Diese sollten möglichst viel selbst entscheiden können, da die Menschen vor Ort am besten wüssten, was sie bräuchten. Nicht alles müsse aus München dirigiert werden. Herrmann sprach auch die Mobilität auf dem Land an. Der öffentliche Personennahverkehr müsse zwar ausgebaut werden, doch Autos würden auch künftig ein wichtiges Fortbewegungsmittel auf dem Land bleiben. „Man kann sich die Zukunft von Möttingen und des Landkreises nicht ohne Autos vorstellen. Hier wird auch in 50 Jahren keine U-Bahn fahren“, sagte Herrmann.

Grundsätzlich sprach der Minister zudem über Themen wie innere und äußere Sicherheit, berichtete, dass die Zahl der Polizisten in Bayern in den kommenden sieben Jahren jährlich um 500 Personen erhöht werde. Er lobte auch das Engagement der vielen Freiwilligen Feuerwehren, die es in Bayern gebe.

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Die Bürger stellten Fragen

Im Anschluss stellten Bürger Fragen an den Minister, beispielsweise, warum sich der Ministerpräsident den „Grünen in die Arme“ werfe, deswegen werde die CSU doch keine Stimme mehr bekommen. Herrmann sagte, dass er nicht mit den Grünen schmuse, auch Markus Söder tue das nicht. Man müsse den Klimaschutz ernst nehmen, nicht, weil die Grünen existierten, sondern weil „es gigantische Veränderungen im Weltklima gibt“.

Auch ein Bub ging an das Mikrofon, fragte, warum manche gut integrierte, arbeitende Flüchtlinge abgeschoben würden, während man andere, die nichts täten, behalte. Herrmann sagte, dass man versuche, das anders zu machen. Als 2015 viele Personen nach Deutschland gekommen seien, habe es Zeiten gegeben, in denen manche Flüchtlinge drei Jahre auf einen Bescheid warten mussten. In dieser Zeit hätten sie sich gut integriert. Er habe täglich mit solchen Fällen zu tun und versuche, jedem Einzelfall gerecht zu werden.

Ein Bürger fragte nach dem Umgang mit der AfD. Er habe Kollegen, die die Partei wählten, aber „nicht rechts“ seien. Doch weil sie „dämonisiert“ würden, sei es schwer, sie in die CSU zurückzuholen. Der Innenminister entgegnete, dass er keine Wähler dämonisiere, es aber Abgeordnete gebe, „die völlig indiskutable Positionen vertreten“. „Deswegen kann eine Zusammenarbeit mit der AfD auf keinen Fall infrage kommen“, sagte Herrmann.

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