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Hesselberg-Bahn
21.04.2021

Hoffnung auf touristischen Impuls

Im Rahmen ihres Besuchs zur Landesgartenschau in Wassertrüdingen hatte sich Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer vor Ort zusammen mit Bürgermeister Stefan Ultsch über die zu reaktivierende Strecke informiert.
Foto: Peter Schubert

Reaktivierung sei auf einem guten Weg, sagt die Verkehrsministerin

„Die Reaktivierung der Hesselberg-Bahn ist auf einem guten Wege“, teilt Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer der Stadt Wassertrüdingen auf eine entsprechende Anfrage hin mit. Der Abschluss der nötigen Ausbaumaßnahmen durch die Infrastrukturbetreiber sei bis Dezember 2024 geplant. Dies betreffe aber nur den Abschnitt zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen.

Für den Abschnitt zwischen Nördlingen und Wassertrüdingen gebe es noch keinen zentralen Reaktivierungszeitpunkt. Die notwendigen 1000 Personenkilometer/km Streckenlänge seien zwar erreicht, in der Region sei derzeit aber wohl kein Konsens über das weitere Vorgehen vorhanden, schreibt die Ministerin.

Positives gebe es vom Bahnhof Gunzenhausen zu berichten. Aufgrund der beabsichtigten Reaktivierung der Bahnstrecke bis Wassertrüdingen habe sie als Ministerin angeordnet, dass der Knotenbahnhof Gunzenhausen als einer von nur zwei Stationen im Freistaat im Rahmen eines neuen Barrierefreiheit-Sonderprogramms bis zum Jahr 2026 modernisiert und ausgebaut werde. Hier seien Investitionen in Höhe von 23 Millionen Euro geplant.

Bezugnehmend auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtrat von Wassertrüdingen im Hinblick auf die zukünftige Bus-Anbindung an den Bahnhof Wassertrüdingen verweist die Ministerin auf die Verpflichtung des ÖPNV-Aufgabeträgers, ein mit dem Freistaat Bayern abgestimmtes Buskonzept im Bereich der Reaktivierungsstrecke anzubieten. Bürgermeister und Kreisrat Stefan Ultsch wird sich hier zeitnah mit dem Landkreis Ansbach in Verbindung setzen. Die Ertüchtigung der Infrastruktur vor Ort sollte die Stadt Wassertrüdingen mit der Bayern-Bahn abstimmen. Ein attraktiver Zugverkehr sei von allen Akteuren umzusetzen, so die Ministerin deutlich.

Für die Strecke Gunzenhausen – Wassertrüdingen seien einige Investitionen geplant; in Cronheim sei der Bau eines Außenbahnsteiges geplant, in Unterwurmbach ein neuer Haltepunkt mit Außenbahnsteig. Auch Unterschwaningen solle einen Außenbahnsteig erhalten.

Vorgesehen sei zunächst der Betrieb mit Diesellokomotiven, so die Ministerin, da es sich um die Verlängerung der bestehenden Linie Gunzenhausen – Pleinfeld handele, die im Wettbewerbsprojekt „Dieselnetz Nürnberg“ vertraglich gebunden sei. Ihr politisches Ziel sei es allerdings, das heutige Dieselnetz ab 2031 auf einen lokal emissionsfreien Antrieb umzustellen. Mit welcher Antriebsart die Züge dann auf der Reaktivierungsstrecke fahren werden, lasse sich aktuell noch nicht beurteilen.

Laut Stefan Ultsch habe die temporäre Reaktivierung der Bahnstrecke zur Bayerischen Gartenschau 2019 wichtige Impulse im Hinblick auf eine dauerhafte Reaktivierung gesetzt. Er selbst möchte weitere Gespräche vor allem auch mit dem Landkreis Donau-Ries und den Städten Nördlingen und Oettingen suchen, um eine durchgängige Verbindung von Gunzenhausen nach Nördlingen umzusetzen.

Ultsch weist darauf hin, dass der Streckenabschnitt, der jetzt zur Reaktivierung anstehe, Teil der ersten Transversale Bayerns von Hof nach Lindau gewesen sei und die damalige Inbetriebnahme der Strecke unter den bayerischen Königen einen wirtschaftlichen Impuls für Wassertrüdingen gegeben habe. Für die Stadt Wassertrüdingen erwarte er sich durch die Reaktivierung vor allem auch einen touristischen Impuls.

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