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05.10.2009

"Historischer Tag für die Volksschullehrer"

Nördlingen/Donauwörth (pm) - "Heute ist ein historischer Tag für Grund- und Hauptschullehrer", freute sich Schulamtsdirektor Willy Leopold. Denn dank einer neuen Regelung des Freistaates Bayern können jetzt auch Volksschullehrer befördert werden, ohne dass dies von der Berufung auf einen Führungsposten abhängig ist.

Bei einer Feierstunde im Landratsamt Donau-Ries ehrte Leopold zusammen mit Landrat Stefan Rößle, dem Personalratsvorsitzenden Wolfgang Janson und den Schulräten Renate Heinrich und Anton Kapfer 47 Lehrerinnen und Lehrer aus Grund- und Hauptschulen. Sie erhielten ihre Beförderungsurkunden. Bayernweit kommen 3500 Lehrkräfte in den Genuss dieser Beförderung.

Leistungsgebunden

"Der Bayerische Landtag hat etwas beschlossen, was im Volksschulbereich in den letzten vier Jahrzehnten nicht möglich gewesen ist", verdeutlichte Rößle. Die Besoldungsreform - im Amtsjargon "Einführung eines funktionslosen Beförderungsamtes" - sei eine weitere Etappe auf dem langen Weg der Volksschullehrer zur Gleichberechtigung mit den Kollegen anderer Schulen. Besonderen Wert legte der Landrat darauf, dass es sich bei dieser Besoldungsreform um ein leistungsgebundenes Beförderungsamt handelt. Deshalb könnten auch alle hier Geehrten auf diese Beförderung und ihre bisherigen Leistungen besonders stolz sein.

"Historischer Tag für die Volksschullehrer"

Im Unterschied zu Lehrkräften anderer Schularten hatten Volksschullehrer bisher keinerlei berufliche Aufstiegsperspektiven: Wer es nicht in eine Schulleitung, in den Rang eines Seminarrektors oder auf einen Schulratsposten schaffte - und das betrifft die große Mehrheit -blieb sein Berufsleben lang Lehrer der Besoldungsgruppe A12. Jetzt können Lehrkräfte mit guter dienstlicher Beurteilung eine Zulage erhalten. Dabei gehe es nicht in erster Linie um Geld, so Leopold, sondern vor allem um das Selbstverständnis einer Berufsgruppe, die heute wesentlich stärker belastet sei als früher und mit der Ausbildung junger Menschen für die Zukunft des Landes wertvolle Arbeit leiste.

Wolfgang Janson, Personalratsvorsitzender für den örtlichen Personalrat, freute sich: "Der jahrelange Einsatz der Lehrerverbände und Personalräte hat sich gelohnt." Leistung werde jetzt auch im Volksschulbereich honoriert. So gesehen sei die Regelung längst überfällig, denn die Volksschullehrer leisteten unbestritten eine sehr schwierige Arbeit. Bewegt habe sich aber erst in den letzten zwei Jahren etwas, seit Bayern allein zuständig sei. Der Personalratsvorsitzende lobte Rolf Habermann, den Vorsitzenden des Beamtenbundes, und dessen "immenses Engagement" für die Sache.

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