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Konzert

16.05.2017

„I hear di, von Alre bis nach Eadi“

Die fünf Frauen von Shalamazl sangen im Rieser Dialekt und nahmen Bezug zum Schicksal vieler Flüchtlinge.
Bild: Peter Urban

Die Musikgruppe Shalamazl gab in Oettingen ein musikalisches Heimspiel – auch mit Mundartgesang

Der wohl bewegendste Augenblick war ein getragenes Zigeunerlied, in dem die fünf Damen auf der Bühne im Rieser Dialekt deutlich auf das Schicksal von Flüchtlingen hinwiesen und Partei ergriffen. Auch ansonsten trauten sich die Amateur-Musikerinnen von Shalamazl aus dem Ries einiges. Sie überzeugten den proppenvollen Saal mit ihrem Mix aus Klezmer, Balkan und traditionellen Liedern, denen sie immer wieder deutsche (sprich: Rieser) Texte gaben. Überhaupt liegt ihre Stärke im Gesang, allesamt schöne kräftige Stimmen, mit denen sie sofort für Stimmung sorgten. Es war ein Heimspiel, eine Art Familientreffen, immer wieder grüßten die Solistinnen von der Bühne. Gleich zu Beginn ihr Hit „Kuaheri“, der mithilfe afrikanischer Rhythmen gefühlt alle Rieser Ortsnamen aufzählte: „I hear di, i hear di, von Alre bis nach Eadi …“

Sämtliche Titel wurden mehr oder weniger frenetisch beklatscht. Ob die Legende vom Tatzelwurm, das Donauschwabenlied, oder in einen „Rumänischen“ und beim Roma-Lied, die Mädels betreiben ihr Hobby mit erstaunlichen Ambitionen. So wechselten sie die Instrumente, wie andere die Tonart und sie scheuten sich auch nicht, über ihre eigene Klientel herzuziehen: „Frauen können schlimmer sein als Tatzelwürmer …“, ihr „Bei mir wirst du scheen“ drehte sich um die unvergleichlichen Vorteile von Schönheitsoperationen und ihr Roma-Lied „Dumba Dumba“ fand reichlich Mitsänger und -klatscher.

Ruth Herde aus Alerheim am Saxofon, Manu Mannes aus Monheim an Akkordeon und Geige, die auch die Ideen und die Arrangements beisteuert, Christa Ludwig aus Fünfstetten am Schlagzeug, Moni Michel an der Tuba, ebenfalls Fünfstetten und schließlich Claudia Täschlein aus Polsingen an der Gitarre. Hier sind nur die Hauptinstrumente genannt. Sie wollen Menschen glücklich machen, die Fünf, das haben sie schon in ihrem Namen manifestiert: Mazl steht für Glück und Shala für Musik. Es ist ihnen an diesem Abend hörbar gelungen. (murb)

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