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Ideen für das neue Nördlinger Hallenbad: Heute auf der Varta-Bahn

Kommentar Von Verena Mörzl
21.08.2020

Plus Selbst tolerante Schwimmer stoßen im Nördlinger Hallenbad an ihre Grenzen. Ob das mit vier, fünf oder sechs Bahnen besser wird? Redakteurin Verena Mörzl wagt einen Einschätzungs-Versuch in ihrem Kommentar.

Schwimmer sind eine sehr tolerante Spezies. Sie nehmen einen Zickzack-Parcours auf sich, wenn es einmal etwas voller im Bad wird. Sie stehen im Sommer sogar extrafrüh auf, um zumindest den Hauch einer Chance für ungestörtes Training im Freibad auf der Marienhöhe zu bekommen. Oder vielleicht sogar, um ihre Geschwindigkeit zu verbessern, um ein Erfolgserlebnis im nächsten Wettkampf zu erzielen. Ja wirklich, das soll’s geben.

Im freien Training im Nördlinger Hallenbad ist das in den Wintermonaten mitunter etwas mühsamer. Die Sportler müssen noch toleranter sein, als sie es eh schon sind. Denn auf den vier Bahnen mit einer Länge von 25 Metern ist noch einzukalkulieren, dass Kinder vom Startblock springen oder sich gar ganze Gruppen stehend im flachen Bereich über den neuesten Klatsch (zum Beispiel vom geplanten Hallenbad im Rieser Sportpark) und Tratsch austauschen. Das mit der Toleranz gilt natürlich umgekehrt für alle, die es mit den viel zu ambitionierten Schwimmern zu tun haben. Herrje, rasen die wieder vorbei. Und wie das spritzt!

Durch sechs Bahnen wird das turbulente Geschehen im Bad entzerrt

Zugegeben: Auch sechs Bahnen werden die angesprochenen Unannehmlichkeiten nicht beseitigen. Doch das Geschehen lässt sich deutlich entzerren. Mehr Menschen haben auf zusätzlichen Bahnen die Chance, eine so bedeutende Sportart zu lernen. Um es kurz zu machen: Vier Bahnen sind angemessen für ein Aktivhotel mit Wasser-Reha, aber nicht für eine Stadt mit zielstrebigen Schwimmern. Schon gar nicht, wenn es sich (noch) um das einzige Schwimmbad im weiteren Umkreis handelt, bei dem Kinder das Schwimmen lernen. Die Bevölkerung wächst, auch in Nördlingen. Das Bad ist ein wichtiger Standortfaktor. Einer, der Familien ein Pro-Argument für eine Zukunft in Nördlingen liefert, weil sie dann sagen: Das bereichert unser Leben.

Eine sechste Bahn ist kein Luxus. Sechs Bahnen könnten schon jetzt zu wenig sein. Mit dem Argument, diese zusätzliche Bahn könnte für die Stadt auf Dauer zu teuer sein, machen es sich die Kritiker zudem zu einfach. Denn wer sagt denn, dass es nicht möglich wäre, durch eine zusätzliche Bahn – oder gar alle Schwimmbahnen – mit Werbeelementen eine zusätzliche Einnahmequelle zu generieren? Firmen-Logos als Aufkleber auf dem Boden des Beckens sind zwar nicht so reizvoll wie Firmenlogos aus LED-Lichtern – beides ist allerdings möglich. Das Becken als Werbeplattform – ja warum denn nicht? Ließe sich ja analog auch auf das Almarin übertragen.

Für die Stehschwimmer bedeutet das eine ganz neue Gesprächsgrundlage. Ja sogar Werbetexter können sich ganz und gar ausleben. Nur ein Beispiel: „Und Schorsch, wo bist du heute geschwommen?“ „Heut hab’ ich mich mal auf der Varta-Bahn versucht. Akkus aufladen.“

Lesen Sie dazu unseren aktuellen Beitrag:

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