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Fest

14.05.2017

Im Dorf braucht es die Feuerwehr

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Das neue Fahrzeug der Wehr.

Die Hainsfarther Feuerwehrler haben ihr Fahrzeug zu einem großen Teil selbst finanziert. Wo es bereits im Einsatz war.

Der Satz „Im Dorf braucht es die Feuerwehr“ aus dem Grußwort des stellvertretenden Landrats Reinhold Bittner war eine Art Überschrift für den offiziellen Teil des Floriansfestes der Freiwilligen Feuerwehr Hainsfarth. Ist es doch mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, dass jedes Dorf auch seine eigene Feuerwehr hat. Auch bei mancher Wehr im Landkreis herrscht Nachwuchsmangel. Diese Sorge hat man in Hainsfarth freilich nicht, wie beim Fest in der örtlichen Mehrzweckhalle am gestrigen Sonntag zu erleben war.

Die Halle war gut besucht, überall waren auch Uniformen befreundeter Wehren zu sehen, die gekommen waren, um mit den Hainsfar-thern zu feiern. Kommandant Gerhard Engelhardt begrüßte die Gäste. Eine ökumenische Andacht stand am Anfang. Die eigentliche Fahrzeugweihe hatte, wie Kommandant Engelhardt berichtete, schon vor einigen Monaten als „Nottaufe“ stattgefunden, da das neue Mannschaftstransportfahrzeug schon mehrere Monate im Einsatz ist und etliche Übungen und Ernstfälle hinter sich hat.

So zum Beispiel beim Bombenfund und der großen Evakuierung vergangenen Dezember in Augsburg, wo die Hainsfarther mit mehreren Mann zur Sicherung dabei waren. Stolz schilderte Gerhard Engelhardt auch das originelle Finanzierungsmodell, das ganz ohne kommunale Zuschüsse ausgekommen war.

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Die 56000 Euro, die das Fahrzeug gekostet hat, wurde „nur“ mittels staatlicher Zuschüsse, großzügiger Spender innerhalb der Gemeinde, dem Verkauf des alten Fahrzeugs an die Feuerwehr Dornstadt und zum größten Teil aus Eigenmitteln (stattliche 33000 Euro) geschultert. Diese Tatsache wussten sowohl der Landkreis als auch Bürgermeister Franz Bodenmüller sehr zu würdigen. Letzterer bedankte sich darüber hinaus herzlich beim gesamten Vorstand für die vorausschauende Finanzierung und detaillierte Bedarfsplanung: „Ihr habt wirklich ganze Arbeit geleistet!“

Nach den Grußworten sang der Hainsfarther Chor – mit Bürgermeister Bodenmüller als Chormitglied – ein Ständchen für die Feuerwehrfrauen bzw. -männer. Mit der gemeinsam gesungenen Bayernhymne – der Musikverein Dornstadt sorgte für den musikalischen Rahmen – endete der offizielle Akt und ging in den gemütlichen Teil des Floriansfestes über. Dessen Erlös wiederum soll Grundstock sein für weitere Anschaffungen, die die Wehr schon wieder in der Planung hat – das Löschfahrzeug hat inzwischen über 30 Jahre auf dem Buckel. Wenn die Feuerwehr wieder so eine gelungene Finanzierung auf die Beine stellen kann, ist das Geld der Besucher für Steaks, Würste, Kuchen und Getränke, die anschließend auf die hungrigen Gäste warteten, sehr gut angelegt.

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