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Nördlingen

23.02.2021

Im Nördlinger Freibad gibt es auch im Winter reichlich Arbeit

Vergangene Woche noch mit einer dicken Eisschicht: Die Becken des Nördlinger Freibads bleiben bis in den März gefüllt. Dann stehen die Sanierungsarbeiten an, unter anderem an der weißen Rutsche.
Bild: Lisa Gilz

Plus In den nächsten beiden Monaten wird das Nördlinger Freibad auf die Sommersaison vorbereitet. Alles in der Hoffnung, dass ab Mai das Schwimmbad auch öffnen kann.

Wie eine kleine Oase hebt sich das Nördlinger Freibad von der tristen Umgebung ab. Die Wasserbecken leuchten in einem hellen Türkis. Sie sind noch mit Wasser gefüllt. Statt Kinderlachen, ermahnende Rettungsschwimmer und Eltern, die Pommes bestellen, herrscht Stille auf der Marienhöhe. Eine einzelne Person steht am Eingang zum Freibad. Der Mann, hoch gewachsen und mit Mütze auf dem Kopf, ist der Betriebsleiter der Nördlinger Bäder und heißt Martin Gruber. Auch wenn das Freibad erst wieder im Mai öffnet, gibt es für den 49-Jährigen genug zu tun.

Die Reinigung der Becken-Fliesen ist arbeits- und kostenaufwendig

Bis vor einer Woche war die Wasseroberfläche in den Schwimmbecken noch gefroren. Diese Woche hat sich die dicke Eisschicht in einen dünnen Kristallfilm verwandelt und wird sich wohl in den nächsten Tagen komplett auflösen. Trotzdem wird das Wasser nicht abgelassen. Bis im März die Arbeiten an den Becken selbst beginnen, dient das Wasser als Frostschutz. Nur die oberen freiliegenden Fliesen werden im Winter von den Mitarbeitern zusätzlich abgedeckt und mit einer Plane eingepackt.

Die Becken-Fliesen jedes Jahr abzudecken, vor der Eröffnung zu reinigen und die gesprungenen Exemplare auszutauschen, sei enorm aufwendig, erklärt der Betriebsleiter. Drei Putzgänge seien im Frühling nötig, damit die Becken auch bis in die letzte Fuge sauber werden. „Wenn man das alles in Edelstahl kleiden würde, hätten wir die Personalkosten und den Zeitaufwand nicht“, erklärt Gruber. Ein solches Projekt sei aber vorerst nicht vorgesehen. In Gedanken arbeitet Gruber aber schon daran.

Im Frühjahr werden im Freibad die Sprungtürme sicherer gemacht

Die Badbaustellen für die kommenden zwei Monate stehen seit 2020 fest. Rund 100.000 Euro werden dafür eingeplant. Zum einem werden die Sprungtürme neben dem Schwimmerbecken saniert. An den Metallstreben der Türme würden zu viele Kinder klettern oder darauf sitzen, sagt Gruber. Die Abstände zwischen den Stangen seien so groß, dass die Gefahr bestände, dass Kinder durchfallen. Im März werden die Türme deshalb mit einem Sandstrahler bearbeitet, eine neue Beschichtung auf den Türmen angebracht und das Geländerproblem gelöst.

Bild: Lisa Gilz


Eine andere Schwachstelle, die im Frühling ausgebessert werden soll, ist das Podest unter der weißen Rutsche im hinteren Nichtschwimmerbecken. „Der Betonzylinder ist im Sommer mit Wasser bedeckt, im Winter ragt er hinaus, weil das Wasser niedriger steht“. Die Folge davon wäre, dass sich Fliesen jedes Jahr von Neuem lösen. Deshalb würde im März hier eine Edelstahlverkleidung angelegt werden. Damit sollte es dann keine Probleme mehr geben. Hinter der Rutsche wird sich auch etwas ändern. Wo momentan noch ein Graffiti die Wand schmückt, soll sich im Sommer schon ein neuer Künstler verewigt haben.

Freibad Nördlingen: Ab Mai vermutlich wieder mit begrenzter Besucherzahl

Während sich in den kommenden Monaten draußen viel ereignen wird, liegt das eigentliche Herz des Schwimmbads noch weiter still. Gruber öffnet die Kellertür: Unterhalb der Schwimmbecken befindet sich ein Raum mit einer Vielzahl an Rohren. Hier ist es, bis auf das Rauschen eines Luftentfeuchters, ruhig. Kein Wasser, das durch die Rohre gepumpt wird, es zischen keine Ventile, die sich im Sommer normalerweise öffnen und schließen. Martin Gruber sagt: „Im September werden im Keller nur die Wartungsarbeiten gemacht, dann wird der Raum als Lager benutzt“.

Er hofft, dass er und sein Team im Mai die Maschinen wieder einschalten und das Schwimmbad öffnen können. „Vermutlich mit einer begrenzten Besucherzahl und Anmeldungen“, denkt Gruber. Dann könnten sie auch den neuen Eintrittskartenleser einweihen, den das Schwimmbad seit der Schließung im Herbst hat. Der kleine silberne Turm soll die Zehner-Karten problemlos scannen, was bei dem alten Gerät nicht immer funktioniert hat.

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