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Nördlingen

10.08.2018

Im Schnelldurchlauf zu Fördermitteln

Wo soll das Nördlinger Hallenbad in Zukunft stehen? Und wie soll es aussehen? Darüber wurde in Nördlingen diskutiert.
Bild: Verena Mörzl

Eine Diskussionsrunde der PWG in Nördlingen verschafft Überblick zu Sachstand und Tendenzen, wie es beim Thema Hallenbad weiter gehen könnte.

Gut, ein Hallenbad ist kein Sommerthema – zur PWG-Diskussion im Jugend- und Familien-Gästehaus kamen an einem Biergarten-tauglichen Hochsommerabend gerade einmal 20 Teilnehmer. Aber genau das ist im Prinzip die Chance für Nördlingen, blitzschnell bei dem am 1. August aufgelegten Fördertopf des Bundes mit 100 Millionen Euro für Sanierung oder Erweiterung von Schwimmbädern zuzugreifen (Nicht zu verwechseln mit dem „Investitionspaket Soziale Integration im Quartier“, das MdB Ulrich Lange (CSU) für das Almarin im Auge hat).

Bis 24. August müssen erste Entwurfsunterlagen zur Beantragung von Fördermitteln eingereicht werden. Können andere Kommunen in der Sommerpause kaum reagieren, kann Nördlingen auf bereits 2012/13 vorbereitete Entwürfe zurückgreifen. Unter anderem Oberbürgermeister Hermann Faul und Stadtkämmerer Bernhard Kugler brachen ihre Urlaube ab, um die Pläne mit der Stadtverwaltung zu aktualisieren.

PWG-Mitglied David Wittner gab einen Abriss über die Entwicklung des Hallenbades, PWG-Stadtrat Johannes Ziegelmeir präsentierte eine aktualisierte, dem Stadtrat im Juli vorgelegte Studie. Wesentlicher Unterschied zum Stand von 2012/13 sei eine reale Kostensteigerung von rund 30 Prozent. Die erste Variante umfasst eine reine Sanierung im Bestand für 6,2 Millionen Euro brutto, die zweite Variante die Sanierung mit Erweiterung (15 Millionen brutto), die dritte Variante umfasst einen Abriss mit komplettem Neubau (18,8 Millionen brutto). Joachim Sigg erörterte mögliche Standorte eines Neubaus – den alten Standort, im Sportpark oder beim Freibad auf der Marienhöhe. Alexander Deffner erläuterte die Gestaltungsentwürfe.

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In der von PWG-Mitglied Michael Kemnitzer geleiteten offenen Diskussion wurde gefragt, ob ein Neubau auch zwei Etagen umfassen könne. Dies sei fachlich möglich, doch der Platz sei bei der Gestaltung kein Problem, hieß es. Auf die Frage nach einer „Marschrichtung“ kristallisierte sich klar heraus, dass man eine reine Sanierung im Bestand als zu wenig erachte. Ansonsten wolle man die geplante Bürgerversammlung als Basis einer Entscheidungsfindung abwarten. Ein Zuhörer merkte an, dass ein Neubau wohl ausscheide, weil heute niemand mehr Zweifach-Sporthallen neu baue und eine Dreifach-Halle schlichtweg zu teuer sei.

Die Förderung aus dem 100-Millionen-Topf betrage für Nördlingen maximal vier Millionen. Helmut Beyschlag, PWG-Fraktionschef im Stadtrat und TSV-Vorsitzender, merkte an, dass man die Kosten langfristig sehen müsse. Er wolle ein Bad mit hoher sportlicher Schwimmqualität sowie ein Bürgerbad, das auch dem Tourismus entgegen komme. Dafür, dass man hierbei Spaßfaktoren ohne unsinnigen Aufwand schaffen könne, sie das nunmehr preisgekrönte Freibad ein hervorragendes Beispiel, sagte Beyschlag.

Ein Zuhörer verwies auf das dringend nötige Hallenbad-Angebot für Kleinkinder, ein anderer merkte an, dass die Beibehaltung des alten Standortes hohe ökologische Qualitäten habe, da die Fernwärme effektiv kurze Wege habe.

Joachim Sigg wies generell darauf hin, dass die derzeitigen Entwürfe bei aller Schnelligkeit viel Gestaltungs-Spielraum lassen, sei es für die Größe der Sauna oder Folgeentwicklungen wie ein angeschlossenes Gesundheitszentrum mit Massage-Praxis.

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