Veranstaltung

27.10.2018

Im Spiel der Lichter

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Uwe Schmied an der Zither war als besonderer musikalischer Gast angekündigt.

Wieder ein besonderes Konzert in St. Theresia in Möttingen

Die Rieser Nachrichten hatten über das faszinierende Lichterkonzert Mitte Juli in der „Wies im Ries“ berichtet und den Beteiligten seinerzeit beim nächsten Konzert unter der Ägide von Dekan Alexander Ott ein volles Haus gewünscht. Dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Die Kirche in Möttingen war bis auf den letzten Platz gefüllt, es wurden sogar noch zusätzliche Stühle herbeigeholt, um dem Andrang Herr zu werden. Und wie in Mönchsdeggingen wurden die Besucher mit einem stimmungsvollen Abend belohnt. Die untergehende Sonne tat ein Übriges und flutete den Kirchenraum zu Beginn mit einem prächtigen Farbenspiel durch die schönen raumhohen Kirchenfenster. Genauso farbenfroh war das musikalische Programm, für das das katholische Pfarramt Herz Jesu in Harburg verantwortlich zeichnete. Das Programm umspannte einen weiten Rahmen der Musikgeschichte: Non der späten Gotik bis in die Romantik, auch abendliche Weisen wurden aus dem skandinavischen Raum dargeboten. Die Musiker um den Organisten, Flötisten, Bariton und Chorleiter des Projektchors St. Theresia, Alexander Ott, wagten sich mit hörbarem Erfolg an anspruchs- und stimmungsvolle Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Antonio Vivaldi. Die Altistin Elisabeth Reck war in verschiedenen Stücken zu hören, die Interpretation des berühmten Abendsegens „Abends will ich schlafen geh’n“ allerdings war einer der Höhepunkte des Abends, wie auch der traumhaft klingende „Alte Tanz“ und ein Taizé-Stück des als besonderen Gast angekündigten Zithervirtuosen Uwe Schmied. Doch ob Tina Scharinger an der Altflöte, Peter Schmidbaur am Flügelhorn, Alexander Ott selbst und dessen Projektchor, alle Künstler wussten durchweg zu überzeugen. So konnten sich die Zuhörer ganz der abendlich-meditativen Stimmung hingeben, die sich im Kirchenschiff ausbreitete. „Blümelein, die schlafen“ (Brahms), „Der Mond ist aufgegangen“ (Johann A.P. Schulz), „Guter Mond, du gehst so stille“ (Volksweise), „Wanderers Nachtlied“ (Schubert) und nicht zuletzt Ludwig van Beethovens „Hymne an die Nacht“ begleiteten die einbrechende Dunkelheit und schafften es, zusammen mit den vielen aufgestellten Kerzen, eine bezaubernde Wirkung zu entfalten. Schön zu beobachten, welche unterschiedlichen Sphären die beiden architektonisch so verschiedenen Gotteshäuser verbreiteten. Während im Sommer die Klosterkirche Mönchsdeggingen die Kerzenstimmung besonders gut zur Geltung brachte, punktete das auf den ersten Blick kühl wirkende Möttinger Gotteshaus mit seinem wunderschönen Lichtspiel der untergehenden Sonne mit den modern gestalteten Fenstern.

Aber egal welche Kirche, die Vorstellungen der Musiker überzeugten in beiden Umgebungen. Ganz in Sinne eines Musikstückes von Bach, das ganz am Anfang stand: „Der lieben Sonne Licht und Pracht hat nun den Tag vollführet“. In diesem Sinne darf man sich auf das nächste Lichterkonzert, in welchem Haus auch immer, freuen.

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