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Soziales

07.12.2019

Immer mehr Menschen brauchen Hilfe

Die Mitarbeiter des Caritasverbandes in Nördlingen vor den neuen Räumlichkeiten (von links): Vanessa Ziegler, Susanne Vogl, stellvertretender Geschäftsleiter der Caritas Donau-Ries, Friedrich Kaulfersch und Monika Oswald. „Wir dienen mit der allgemeinen Sozialberatung zudem als eine Art Auffangbecken“
Bild: Sophia Huber

Plus Der Caritasverband Nördlingen ist in die Bürgermeister-Reiger-Straße umgezogen. Die Mitarbeiter beraten immer mehr Betroffene. Nicht nur die Fälle von Altersarmut nehmen zu.

Der Geschäftsmann, der eine Schuldenberatung braucht, die alleinerziehende junge Mutter oder ein Angehöriger eines Suchtkranken: Die Fälle, die der Caritasverband in Nördlingen betreut, sind vielfältig.

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Das Gebäude der Nördlinger Caritas in der Bürgermeister-Reiger-Straße 4 hat nicht nur neue, helle und moderne Räume, sondern ist auch ein Ort einer vieldimensionalen sozialen Arbeit, wie der stellvertretende Geschäftsleiter des Caritasverbandes Donau-Ries, Friedrich Kaulfersch und Mitarbeiterin Vanessa Ziegler erklären. Sie führen durch das Haus, in dem auch die Agentur für Arbeit untergebracht ist. Jeder Mitarbeiter der Caritas in Nördlingen hat sein Büro, das gleichzeitig auch als Besprechungszimmer dient.

„Der Hilfebedarf ist in den vergangenen Jahren gestiegen“, erzählt Kaulfersch. „Die Probleme sind mehr und vielschichtiger geworden.“ Er bestätigt die steigende Zahl der Fälle, die an Altersarmut leiden Aber auch jüngere Leute würden die Caritas aufsuchen. „Wir sind nicht auf eine Zielgruppe ausgerichtet“, sagt Kaulfersch, „sondern betreuen das ganze Spektrum der Gesellschaft.“ Er und seine Mitarbeiterinnen bieten ihren Dienst in, aber auch außer Haus an. „Manche können aufgrund ihrer Erkrankung oder des fortgeschrittenen Alters nicht zu uns kommen, deswegen machen wir auch Hausbesuche oder begleiten die Betroffenen beispielsweise bei Arztterminen und helfen bei der Strukturierung des Alltags“, so Kaulfersch.

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Sozialkaufhaus gehört auch zu den Aufgabengebieten

Dieser Service gehöre zum „Ambulant betreuten Wohnen“. Der sogenannte Betreuungsverein kümmere sich um körperlich oder geistig behinderte Menschen, die Hilfe oder Beratung benötigen. „Der sozialpsychiatrische Dienst ist ein Angebot in Form einer Gesprächsführung für Menschen mit seelischen und psychischen Problemen, aber auch für Angehörige“, sagt Ziegler. Die Termine könnten einzeln ausgemacht werden, es gebe allerdings auch Gruppenangebote in Nördlingen. „Wir dienen mit der allgemeinen Sozialberatung zudem als eine Art Auffangbecken für viele Probleme und müssen bei Bedarf an die entsprechenden Stellen weiterleiten“, erklärt Ziegler weiter. Die Mitarbeiterinnen helfen auch bei der Beantragung einer Mutter- oder Vater-Kind-Kur, die man über die Krankenkasse bezahlt bekomme.

Fragen zu bürokratische Angelegenheiten, wie zum Beispiel zum neuen Teilhabegesetz, können in der Dienststelle in Nördlingen ebenfalls beantwortet werden. Auch das Sozialkaufhaus „SinnSalabim“ in Donauwörth und die Nördlinger Tafel gehören zu den Aufgabengebieten. „Bei der Tafel versorgen wir aktuell 755 Personen“, sagt Ziegler. Ältere Personen, die eine Erwerbsminderungsrente bekommen, könnten in Form des „Zuverdienstprojekts“, beispielsweise Jobs im Sozialkaufhaus von der Caritas vermittelt bekommen. Viele ihrer Klienten seien untereinander vernetzt, erzählen Ziegler und Kaulfersch. Somit sei das „Beratungs- und Begegnungszentrum“ nicht nur innerhalb der neuen Räume – denn die Begegnung finde auch außerhalb und untereinander statt.

Wer einen Termin mit einem Mitarbeiter in Nördlingen vereinbaren möchte, kann unter Telefon 09081/805150 anrufen. Ab sofort befindet sich der Caritasverband in den neuen Räumen. Das alte Gebäude in der Kolpingstraße soll demnächst abgerissen werden.

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