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18.01.2019

In Oettingen wird eine Schule gebaut

Blick Richtung Goethestraße: Dort angrenzend wird die Montessori-Schule gebaut. Das erworbene Grundstück ist bereits abgesteckt. An dieser Stelle in Oettingen soll die neue Montessori-Schule gebaut werden. Bislang ist sie in Deiningen untergebracht.
Bild: Verena Mörzl

Plus In Oettingen beginnt in diesem Jahr die Errichtung der Montessori-Schule. Ein Stadtrat hat für das Areal noch weitere Ideen, bekommt aber nur wenig Unterstützung.

Kinder, die sich frei entfalten können, größere Räume und neue Klassenzimmer zum Teil auf Basis eigener Ideen – in diesem Jahr soll der Neubau der Montessori-Schule in Oettingen starten. Die Schule, die seit zwölf Jahren in Deiningen angesiedelt ist, wird, wenn alles nach Plan läuft, zum Schuljahr 2020/2021 umziehen. Dafür wurde nun ein Grundstück gekauft, auf dem für geschätzt 3,2 Millionen Euro die Schule errichtet werden soll.

Aktuell werde alles für die Ausschreibungen vorbereitet, sagt Martin Götz, Vorstand der Fördergemeinschaft. „Sobald die Baugenehmigung seitens des Landratsamtes erteilt ist, soll mit der Ausschreibung für den Rohbau der Schule begonnen werden.“ Der gesamte Vorstand der Fördergemeinschaft äußert sich froh und dankbar, dass alle beteiligten Parteien zum Wohle der Kinder an einem Strang gezogen haben. Nur so funktioniere es, dass die „Schule für alle“ hoffentlich zum Schuljahr 2020/21 ihre neuen Räume beziehen könne.

Schulkinder beteiligen sich mit Ideen

Sogar Schulkinder beteiligen sich mit ihren Ideen an der Bauphase, wie der Förderverein mitgeteilt hat. „In enger Zusammenarbeit mit zwei Architekten haben unsere Schülerinnen und Schüler ihre Ideen eines idealen Schulgebäudes auf’s Papier gebracht und daraus Modelle gebaut“, schreibt die Gemeinschaft auf ihrer Homepage. In einer Mitgliederversammlung 2018 wurde bekannt gegeben, dass der Vorstand des Montessori-Fördervereins Nördlingen sich dazu entschlossen hat, den Bau der Schule in zwei Bauabschnitte zu unterteilen. In einem ersten Schritt werden alle notwendigen Räume für das bislang einkalkulierte Wachstum der nächsten Jahre geschaffen. Sollten sich die Schülerzahlen deutlich schneller als erwartet entwickeln, könne dem durch einen Erweiterungsbau Rechnung getragen werden.

Die Montessori-Schule soll nördlich der Oettinger Mittelschule gebaut werden, auf einem Areal, das zuvor im Eigentum des Fürstenhauses Oettingen-Spielberg war. Im Süden liegen das Zentrum für Betreuung und Pflege und der katholische Kindergarten. In einem Antrag in der Stadtratssitzung vor Weihnachten hat Stadtrat Ludwig Däubler (ABL) einen Vorschlag für eine mögliche künftige Gestaltung des gesamten unbebauten Gebiets eingebracht. Er regte an, dass Bürgermeisterin Petra Wagner Gespräche mit den Beteiligten (Fürstenhaus, Montessori-Schule, Zentrum für Betreuung und Pflege, Stadtpfarrer/katholische Kirchenverwaltung, Diözese) führen soll, um die Möglichkeit zu prüfen, ob der Neubau des katholischen Kindergartens auf dem Grundstück neben der Montessori-Schule errichtet werden könne.

Beste Voraussetzungen in Oettingen für Altenpflegeschule?

Der Hintergrund: Däubler ist der Ansicht, dass Oettingen ein optimaler Standort für eine mögliche Altenpflegeschule wäre. Mit dem Zentrum für Betreuung und Pflege sowie der Geriatrie im Krankenhaus gebe es beste Voraussetzungen für solch eine Einrichtung. Voraussetzung wäre allerdings, dass sich das Zentrum überhaupt vergrößern möchte und der Betreiber sowie möglicherweise auch der Landkreis Interesse an solch einem Projekt hätten. Zukunftsmusik also. Däubler sieht darin eine einmalige Chance für Oettingen. Nur ist es dem Zentrum für Betreuung und Pflege aktuell nur eingeschränkt möglich, sich zu erweitern, da der katholische Kindergarten und ein städtischer Spielplatz angrenzen. Zöge allerdings der katholische Kindergarten auf die unbebaute Fläche neben der Montessori-Schule, würde man sich eine solche Option offen halten, so Däubler. Die Planungen für Kindergarten und Montessorischule könnten ihm zufolge dahingehend verändert werden. Die Weichen für ein solches Projekt müssten allerdings jetzt gestellt werden, forderte er. Die Stadt sollte allerdings nur Ideengeber sein, nicht Bauherr. Der Stadtrat erteilte ihm mit 4:12 Stimmen eine deutliche Absage, für seine Idee kämpft er aktuell weiter.

In den Räumen der Deininger Schule, aus denen die Montessori-Schule ab Herbst 2020 ausgezogen sein könnte, sollen nach Informationen unserer Zeitung Vereine unterkommen können. Aktuell werden die Klassenzimmer von der Montessori-Schule angemietet.

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