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Bauen

28.11.2019

In Reimlingen werden neue Einfamilienhäuser gebaut

Das Walserhaus (rechts) wird ausgebaut, ein neues Einfamilienhaus entsteht gerade, zwei weitere sind bereits verkauft. Insgesamt wird gerade diskutiert, ob im Ganzen 13 Einfamilien- und zwei Doppelhäuser entstehen sollen.
Bild: Ronald Hummel

Plus Im Gemeinderat stellt Georg Beyhl seine Pläne für das Areal beim Walserhaus vor. Entstehen sollen dort bezahlbare Einfamilien- und Doppelhäuser für Familien und Senioren.

Bezahlbares Wohnen in kleinen Parzellen – dieses zeitgemäße Prinzip wird in Reimlingen schon länger verfolgt. Bereits 2012 kaufte der Auhausener Bauunternehmer Georg Beyhl in Reimlingen das 1741 erbaute Walserhaus samt zugehörigem Gelände, um hier eine Wohnanlage zu bauen.

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Die Gemeinde verabschiedete in den Folgejahren einen Bebauungsplan dafür. Seitdem entstanden dort zwei Einfamilienhäuser, die bereits verkauft sind; ein drittes befindet sich gerade im Bau.

Heuer kam nun neue Bewegung in das bislang brachliegende Projekt: Beyhl erwarb eine große angrenzende Wiese dazu und will die Anlage erweitern. Bestand der erste Teil aus sechs Parzellen nebst dem Walserhaus selbst, in dem weitere Wohn- beziehungsweise Gewerbeeinheiten Platz finden, sowie der angrenzenden ehemaligen Schreinerei, kommen nun sieben weitere Parzellen für Einfamilienhäuser und zwei größere Parzellen für je zwei Doppelhäuser dazu. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates am Mittwochabend stellte sich Georg Beyhl der Diskussion, die im Gremium derzeit einer Erweiterung des Bebauungsplanes vorausgeht.

In Reimlingen werden neue Einfamilienhäuser gebaut

Der Bauunternehmer will in Reimlingen verdichtet bauen

Beyhl will verdichtet auf Parzellen von 380 bis 450 Quadratmetern bauen – damit werde der Flächenverbrauch in Grenzen gehalten und angesichts der derzeitigen Marktlage bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Beyhl schätzt, dass er die künftigen Häuser für knapp über 3000 Euro pro Quadratmeter anbieten kann. Es gibt eine Auswahl unter fünf verschiedenen Standard-Hausmodellen, wodurch Planungskosten entfallen.

Ein weiterer Kostenvorteil sei das Bauen mit der eigenen Firma; diese arbeite eng mit Handwerkern zusammen, mit denen Beyhl angesichts der ständigen Kosten-Explosionen immer wieder vernünftig nachverhandeln könne. Familien seien naturgemäß die Zielgruppe, aber auch Senioren, für die ein kleineres Haus letztendlich komfortabler sei. Generell wurde die solide, verdichtete Bauweise von den Gemeinderäten geschätzt, es gab aber auch Gegenmeinungen.

Ramisch stört, dass große Bäume dort verhindert werden

Joachim Ramisch störte sich daran, dass die kleinen Parzellen das Grün zerstückeln und große Bäume verhindern – er plädierte für Reihenhäuser mit großen Grünstreifen. Beyhl hielt dagegen, Parzellen um die Häuser herum böten einen besseren Erlebniswert. Anneliese Strauß bemängelte, dass die Lage für Kinder ungünstig sei, da der Weg zu Kindergarten und Schule im Oberdorf weit und stellenweise gefährlich sei. Bürgermeister Jürgen Leberle räumte ein, dass dies jedem Interessenten bekannt sei und die Kaufentscheidung automatisch mitbestimme.

Grundsätzlich war es den Gemeinderäten wichtig, dass der Mischgebiet-Charakter auch für die Wohnanlage erhalten bleibt, also auch Gewerbe zugelassen sei. Beyhl erklärte, die ehemalige Schreinerei hinter dem Walserhaus werde auf jeden Fall nur an Gewerbetreibende veräußert. Ob sich Interessenten für nichtstörendes Gewerbe wie etwa einen Friseursalon oder eine Praxis finden, sei vorstellbar, könne sich jetzt aber noch nicht abzeichnen.

Derzeit sei man in dem Stadium, wo die Gemeinde entscheide, ob sie die verdichtete Bauweise befürworte als Alternative zu den gemeindeeigenen, deutlich größeren Grundstücken. Der Bürgermeister sah deutliche positive Signale dafür, will die Diskussion fortsetzen und parallel dazu die Rechtssicherheit zum Mischgebiet mit dem Landratsamt klären. Einen Beschluss zum erweiterten Bebauungsplan strebt Leberle für die nächste Gemeinderatssitzung an.

Lesen Sie auch: Was tun mit dem Döderlein-Gelände?

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